Wenn Männer krank werden....

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  1. _Jay_

    _Jay_ Mazda-Forum Profi

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    Wenn Männer krank werden....

    Für gewöhnlich werden Männer nicht krank. Wozu auch? Handelt es sich beim Phänomen "Erkrankung" doch um eine ausschliesslich lästige und ineffiziente Erscheinung. Und wenn Männer doch einmal krank werden, dann nur aufgrund einer grausamen Fügung des Schicksals. Welcher sie dann natürlich gelassen und männlich gegenüberstehen.

    Es begab sich aber zu der Zeit, da Weihnachten heranrückte und alle Welt sich vorher zu diversen Festivitäten aufmachte. Da ging auch ich los in die Kneipe meiner Wahl, denn Sie war bevölkert mit allerlei Freunden, die vor den anstehenden Ferien noch einmal dem Gerstensaft zusprechen wollten. Einige Stunden später verliess ich den betreffenden Ort; meine Wohnung war mein Ziel. Nun begab es sich aber, dass mein Telefon schellte und man mir mitteilte, dass - gar nicht weit von meinem jetztigen Standpunkt - noch ein anderes nettes Beisammensein im Gange sei und ob ich mich nicht noch hinzugesellen wolle. Ich wollte. Ich liess mir die Adresse nennen und stellte fest, dass ich lediglich eine Station mit der U-Bahn zurückzulegen hatte. In 10 Minuten sollte ich also dort angelangt sein.

    Als Hindernis erwies sich bei der Einhaltung des Zeitplans lediglich die U-Bahn selbst: An der Haltestelle angekommen stellte ich fest, dass noch ganze 15 Minuten vergehen sollten, bis man mich an mein Ziel fahren würde. Eindeutig zu viel.

    Männlich beschloss ich also der Dinge zwei:
    Erstens: In der Zeit kann ich locker die Strecke laufen.
    Zweitens: Los gehts!

    Also lief ich los. Um Effizienz (eine typisch männliche Eigenschaft) bemüht wollte ich natürlich nicht dem Umweg machen, zuerst die Haltestelle zu verlassen um eine Treppe herauf- und auf der anderen Seite wieder herabzusteigen, nur um den Fussgängerweg zu erreichen. Wozu auch? Der Weg direkt über die Strasse würde mir mindestens 50 Meter des Weges ersparen.

    Doch da stellte sich mir ein Hindernis in den Weg. Es hatte die Form einer etwa 90 Zentimeter hohen Betonabsperrung, welche den Fahrbahnrand markierte. Ich besann mich meiner dämli...äh..männlichen Instinkte und überstieg einfach das lächerliche selbsternannte Hindernis.

    Plötzlich wurde ich krank. Es muss die Luftfeuchtigkeit gewesen sein, die habe ich noch nie vertragen. Im betreffenden Fall kondensierte sie hinterhältig genau an der Stelle, an der ich meinen Fuss aufzusetzen versuchte. In der Folge eines moments der Unachtsamkeit und der perfekten männlichen Körperbeherrschung verlor ich das Gleichgewicht und ... stürzte. Meter um Meter dauerte mein Fall, ich beschleunigte auf eine Geschwindigkeit, die der menschliche Körper nicht auszuhalten ausgelegt war - und schlug hart mit dem Brustkorb auf der zuvor erwähnten, 90 Zentimeter hohen Absperrung auf.

    Nachdem ich das Bewusstsein einige Stunden später wieder erlangt hatte war meine Reaktion selbstverständlich typisch männlich: präzise, vorhersagbar, genial.

    Ich rang nach Luft.
    Und als ich welche bekam, nutzte ich sie, um nach meiner Mami zu rufen.
    Dann weinte ich ein bisschen.

    Dann wurde ich meiner Verpflichtung gewahr: richtig, man wartete auf mich. Ich musste weiter. Die verschmutzte Kleidung ignorierend setzte ich meinen Weg fort. Weiter und weiter ging ich, bis mir klar wurde: Mist, ich hab die falsche Abzweigung genommen. In der Agonie des Schmerzes, dem Schrecken, gerade noch einmal mit den Leben davon gekommen zu sein, sicher ein nachvollziehbarer Irrtum. Ich verliess mich auf meinen mir angeboreren männlichen Orientierungssinn und lief weiter. Spuren der Stadt folgend, Spurten am Wegesrand deutend näherte ich mich meinem Ziel: Einem....Vogelschutzgebiet??? Verdammt, wer hatte denn das mitten in der Nacht dahingebaut? Wie soll man sich denn orientieren, wenn auf einmal mitten in der Stadt Vogelschutzgebiete entstehen? Doch auch hier wusste ich Rat: Ich rief ein Taxi.

    Kaum 2 Minuten später hatte ich einem freundlichen Taxifahrer mein Anliegen und meinen Leidensweg erklärt. Als Mann bedurfte er keiner weiteren Erklärung für seine typisch männliche Reaktion: Er lachte mich aus. "Elender Lakai, fahre er mich gefälligst an mein Ziel" fuhr ich ihn an. 30 Sekunden und 3,50 Euro später warf er mich - immer noch lachend - hinaus, ich sei da. Keinerlei Orientierungssinn, der Typ. Und offenbar vollkommen verrückt.

    Doch nicht nur er schien dem Wahnsinn anheimgefallen, auch diverse Stadtplaner schienen in ihren Fieberträumen just in dieser Nacht losgelegt und die Stadt umgebaut zu haben, denn ich war an meinem Ziel angelangt. Hmpf, nicht nur heimlich nachts ein Vogelschutzgebiet anlegen, auch noch ganze Strassenzüge auf andere Kontinente verlegen, wie sollte ich mich da auch orientieren können???

    Die Feier an sich jedenfalls war nett. Ein wenig kurz vielleicht, aber wenigstens hörte ich in den 20 Minuten, die sie nach meinem Eintreffen noch dauerte, einen Witz, den ich noch nicht kannte. Gelohnt hatte es sich also allemal.

    Am nächsten Morgen erwachte ich zu Hause. Entsetzl,iche Schmerzen durchfluteten meinen Körper; Ursprung war mein Brustkorb, den ich nach dem zurückschlagen der Bettdecke völlig zertrümmert vorfand.

    Blutüberströmt nutzte ich meine letzten verbliebenen männlichen Kräfte, um das einzig richtige zu tun: Ich setzte mich ans Steuer und fuhr zum Krankenhaus. In der Ambulanz enpfing mich ein junger Arzt, einem Adonis gleich. Erfahren und kompetent schritt er auf mich zu, mein Retter, mein Held; wehend sein Kittel hinter ihm, die Augen voller Tatendrang, mein Polytrauma zu versorgen und mein Leben zu retten. Und er sprach die Worte: "Nehmen Sie schon einmal Platz, ich werde gleich bei Ihnen sein."

    Kaum 2 Stunden später begab er sich zu meinen sterblichen Überresten. Lediglich die Schmerzwahrnehmung schien noch zu funktionieren. Dennoch bestand er auf einer Untersuchung. Aber nun gut, ich bin Laie, ich war als Mann selbstversändlich vorher nie krank, ich weiss nicht, wie so etwas von statten zu gehen hat. Äskulap selbst hätte vermutlich nicht weiser handeln können.

    Man liess mir die Wunder der modernen Medizin wiederfahren. Schickte mich in ein Röntgengerät, welches Panoramaaufnahmen meines Leids anfertigte, auf dass die Männer der Wissenschaft meinen geschundenen Körper zu heilen vermögen.

    Nach weiteren Stunden der Qual erschien mein Retter und teilte mir folgendes mit: "Sie haben sich bei dem Sturz eine Rippe gebrochen. Nehmen sie dieses Schmerzmittel. Mehr können wir da eh nicht tun. Achja, ein Rezept dürfen wir leider nicht ausstellen - aber wir schicken ihrem Hausarzt einen Brief, in dem wir ihm empfehlen, dass er ihnen eines ausstellt."

    Was für ein Stümper! Seine Approbation entziehen müsste man ihm. Ach, was sage ich, entziehen, er wird eh keine haben. Wahrscheinlich ein Student. Oder ein Praktikant. Oder nein - wahrscheinlich ein sadistischer Serienkiller, welcher den Arzt ermordete und sich als ebensolcher ausgab und nun einen Patienten nach dem anderen umbrachte. Mich jedoch würde er nicht bekommen. Ich floh.

    Weihnachten rückte nun schon sehr nahe. Und wohin flieht ein Mann? Richtig, zu seiner Mutti. Nachdem ich in ihren Armen mehrere tage mit Weinen und in der festen Überzeugung sterben zu müssen verbracht hatte (unterbrochen nur von einem Anruf eines sogenannten Freundes, der mir empfahl, einmal das Wort "Regression" im Lexikon nachzuschlagen) widmete ich mich den Familienfeierlichkeiten.

    Sprich: Ich aß. Wie das zu Weihnachten nunmal so üblich ist. Ich aß Kartoffeln, Gemüse, Fisch, Wildbret, Schokolade, Trüffel, Saucen, verschiedene erlesene Delikatessen, Minzplätzchen und trank dazu Wasser, roten Wein, weissen Wein, Whisky, Bier, Cognac...
    doch irgendwie musste irgendetwas schlecht gewesen sein.

    Mit meinem verstümmelten Thorax schüttelte ich mich, wild konvulsivisch zuckend über der Toilette und gab die Speisen und Getränke, die ich im Verlauf der letzten Jahrzehnte zu mir genommen hatte durch alle vorhandenen Öffnungen meines Körpers wieder von mir. Ich war dem Tode nah.

    Inzwischen ist es Sommer. Diese lächerliche Fraktur ist verheilt - als hätte sie meinen männlichen Körper je ernsthaft zu bedrohen vermocht - und diese angebliche Infektion des Magen-Darm-Trakts...nunja, aktuell geht das FBI Hinweisen nach, wer einen solchen Anschlag auf mein Leben verübt haben mochte. Jedenfalls habe ich ihnen mehrere Briefe geschrieben und gehe davon aus, dass man sich aus Gründen der Geheimhaltung bis heute nicht wieder bei mir gemeldet hat.

    Gestern klingelte mein Nachbar bei mir und fragte an, ob ich ihn ins Krankenhaus verbringen könnte, er habe sich versehentlich beim Holzhacken mit der Kettensäge das Bein abgesägt. Ich schlug die Tür vor seiner Nase zu.
    So eine unmännliche Memme.
     
  2. burner

    burner Mazda-Forum Profi

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    wie unmännlich, mit abgesägten bein um hilfe betteln...

    er könnte ja ins krankenhaus humpeln, bevor der notarzt da ist, ist er allemal am ziel...

    :megalach::megalach::megalach::megalach:
     
  3. #3 Lavender Cheetah, 03.02.2009
    Lavender Cheetah

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