Mazda6 (GJ) Verkokung der Einlasskanäle

Diskutiere Verkokung der Einlasskanäle im Mazda 6 Forum im Bereich Mazda6 und Mazda6 MPS; Vielleicht suche ich falsch, aber zum Thema Verkokung habe ich hier im Forum nicht viel gefunden. Ich fahre einen Mazda 6 (GJ) mit den 175 PS...

  1. Kuemel

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    Vielleicht suche ich falsch, aber zum Thema Verkokung habe ich hier im Forum nicht viel gefunden.
    Ich fahre einen Mazda 6 (GJ) mit den 175 PS Diesel, der jetzt knapp 150 TKM runter hat.
    Ich habe ein leichtes Ruckeln im Teillastbereich bemerkt und vermutet, dass es an Verkokungen der Einlasskanäle liegen könnte. Mein fMH ist darauf überhaupt nicht eingegangen und hat mir den Kraftstofffilter gewechselt.

    In einer anderen Werkstatt habe ich die Einlasskanäle untersuchen lassen, wobei massive Verkokungen festgestellt worden sind. Die Kanäle waren so zu, dass der Motor wirklich kaum noch Luft bekommen hat. Ich fahre fast ausschließlich Langstrecke und bin nicht davon ausgegangen, dass mein Wagen solche Probleme hat. Auch weil dieses Thema offenbar nicht so präsent ist (weder beim fMH noch hier im Forum) wollte ich an dieser Stelle darauf aufmerksam machen und auch erfahren, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt? Wie kann ich die Entstehung von Verkokungen verlangsamen / verhindern?

    Meine Ausführungen sind keine Kritik an meinem Mazda, mit dem ich immer noch sehr zufrieden bin. Ich fürchte, dass die Verkokungen bei Direkteinspritzern mit Euro6 (und ohne Schummelsoftware) bauartbedingt einfach entstehen.
     

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  2. #2 Moritz11, 16.08.2020
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  3. Erbirn

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    Die Reinigung kann man auch als Langstreckenfahrer so ca. alle 100 TKm einplanen. Am besten ist die Reinigung mit so einer Nussschalen-Maschinerie wie auch in der verlinkten Story beschrieben. Bei mir ging es auf Garantie, da innerhalb der 3 Jahre mit Ruckeln im Teillastbereich. Da gibt es einen offiziellen Rückruf und bei Ruckeln zahlt Mazda....
     
  4. #4 Mr. Mazda, 17.08.2020
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    @Kuemel
    Danke sehr für deinen Bericht! Dieses Thema interessiert mich auch und wir als "G" Fahrer müssen eine Bedi Reinigung um 100tkm einplanen.

    Der Skyactiv D hat eine große AGR Rate, weil das Triebwerk eben nicht schummelt wie andere Motoren...

    Fahrweise scheint tatsächlich keinen Unterschied zu machen beim Diesel?!

    Bisher angeratene Maßnahmen gegen Verkokung sind jährlicher Ölwechsel, auch mindestens 1x pro Monat Premium-Sprit tanken und vielleicht jährlich eine Dose Additive in den Tank :-)

    Darf ich fragen wie viel KM du im Jahr fährst? Wie wäre deine Fahrweise zu beschreiben (chillig/sportlich)? Wie viel hat die Reinigung bei dem Motor gekostet?

    Vielen Dank für deine Info und guten Start in die Woche! Mfg
     
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  5. Erbirn

    Erbirn Stammgast

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    ... ich kann Dir schon mal meine Daten liefern: Circa 35 TKm im Jahr und zu 80 % längere Autobahnetappen bei Reisetempo um die 160 Km/h. Wenn es zu bezahlen wäre, wollte mein Freundlicher glaube ich so gute 500 Euro haben.....
    Aber wie gesagt, es gibt einen offiziellen Rückruf für die Diesel zum Thema.
     
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  6. Kai111

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    Die Verkokung ist immer die Relation aus Spritverbrauch relativ zur Geschwindigkeit.
    Um so mehr Verbrauch, um so mehr Ablagerungen.

    Um so schneller gefahren wird um so mehr Verkokung.

    Ideal sind 100-130Km/h max.
    Auch da verkokt der Motor, nur halt langsamer.

    Auch das Fahren mit sehr wenig Drehzahl bei hoher Last ist schlecht.
    (Berghoch im hohem Gang)
     
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  7. #7 M6Schrauber, 25.08.2020
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    Ähm nein. Die Verkokung hat nicht direkt etwas mit dem Verbrauch zu tun. Und wenn, dann wäre die Relation eher umgekehrt.

    Verkokungen entstehen bei Direkteinspritzenden Motoren durch die Abgasrückführung. Diese leitet Abgas wieder in den Ansaugbereich. D.h. sie setzt der Frischluft Abgas zu.
    Warum macht man das? Abgas hat eine höhere Wärmekapazität als Frischluft. Sprich, es nimmt mehr Wärme auf. Durch diese Eigenschaft reduziert es die Verbrennungstemperatur. Und diese will man reduzieren, weil bei hoher Verbrennungstemperatur mehr Stickoxide entstehen.
    Hohe Verbrennungstemperaturen entstehen insbesondere dann, wenn mit sehr magerem Gemisch gefahren wird. Das ist bei Dieseln praktisch ständig der Fall. Besonders aber im Teillastbereich. Bei Benzinern ist es nicht so extrem. Da sind echte Magermotoren inzwischen selten, aber die Gemischverteilung im Brennraum ist bei Direkteinspritzern sehr ungleichmäßig, weshalb man auch wieder Bereiche mit sehr magerem Gemisch hat.

    Obiges führt dazu, das besonders im Teillastbereich hohe Abgasrückführungsraten gefahren werden müssen, um die Stickoxide in Grenzen zu halten. Unter Vollast ist die AGR i.d.R. aber geschlossen, weil dort das Gemisch ein stöchiometrisches Verhältnis hat. Die Verbrennung ist nicht so heiß und damit entstehen auch wenige Stickoxide.

    Bei einem Saugrohreinspritzer oder Vorkammerdiesel könnten die Ablagerungen vom Abgas im Ansaugbereich durch den frischen Sprit wieder abgewaschen werden. Bei Direkteinspritzern geht das nicht, weil dort der Sprit erst im Brennraum dazu kommt. Und somit hat man die Ablagerung.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Theoretisch müsste man möglichst immer Vollast fahren, dann gibts auch keine Verkokung. Praktisch bewegt man sich die meiste Zeit im Teillastbereich, auch wenn man einen straffen Fahrstil hat.

    Aus obigem Text ergibt sich auch, das weder "Freibrennfahrten" noch Additive oder ähnliches an dem Problem etwas ändern.

    Herstellerseitig löst AdBlue das Problem. Man hält die AGR-Rate gering und lässt die Stickoxide erstmal entstehen. In der Nachbehandlung werden diese dann wieder reduziert.
     
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  8. #8 Kai111, 25.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2020
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    Wenn die Verkokung durch die Abgasrückführung entsteht, muß man dafür sorgen das weniger Abgas entsteht.

    Wann wird mehr Abgas rückgeführt, bei weniger oder mehr Verbrauch.? (Bei Teillast)

    Mir wäre es neu das bei weniger Verbrauch mehr Abgase (Verbrennungsrückstände) entstehen.

    Abgase die nie entstehen brauchen auch nicht rückgeführt werden, folglich kann etwas was nicht da ist, sich auch nicht ablagern.
     
  9. #9 M6Schrauber, 25.08.2020
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    Du vergisst aber, das gerade bei niedrigem Teillastbereich besonders hohe Abgasrückführungsraten erforderlich sind. Das hebt das weniger entstehende Abgas praktisch wieder auf, weil von dem weniger Abgas ein höherer Anteil rückgeführt wird.Wir sprechen hier von Abgasrückführungsraten von bis zu 50%.
    Mit steigender Last wird die Abgasrückführungsrate immer geringer. Unter Vollast findet gar keine Abgasrückführung mehr statt.

    Du kannst mir der Fahrweise die Verkokung kaum beeinflussen. Tendetiell ist es aber eher sogar so, das schleichende Fahrweise verkokung begünstigt, weil man trotz weniger Verbrauch/Abgas praktisch ständig von hohen AGR-Raten unterwegs ist. 50% AGR bedeutet, das die angesaugte Luft zu 50% aus Abgas besteht. Hinzu kommt, das die Strömungsgeschwidigkeit im Ansaugbereich bei gemäßigter Fahrweise vergleichweise niedrig ist. Das dürfte Ablagerungen noch eher begünstigen.
     
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  10. #10 Nichtraucher, 25.08.2020
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    Nur zur Info: unter 10° findet keine Abgasrückführung statt
     
  11. #11 M6Schrauber, 25.08.2020
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    Bei Schummelmotoren vielleicht ;)
     
  12. #12 Nichtraucher, 25.08.2020
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    Nicht nur bei Schummelmotoren, bei allen Herstellern.
     
  13. #13 Void-a-Jan, 26.08.2020
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    Dieses Thema trifft alle Direkteinspritzer - ist prinzipbedingt.

    Walnussgranulat-Reinigung und fertig.

    Hier ein Video von einem bekannten Motorinstandsetzter:
     
  14. #14 M6Schrauber, 26.08.2020
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    @Nichtraucher: Wie kommst Du zu der Annahme?
    Genau darum drehte sich u.a. die Diskussion bei VW und einigen anderen. Sie haben bei niedrigen Temperaturen die Stickoxid-Werte gerissen.
    Andere Hersteller reißen die Grenzwerte aber nicht. Das würde ohne AGR nicht gehen, sofern keine anderen Einrichtungen vorhanden sind.. Ohne AdBlue oder Speicherkat ist die AGR das einzige wirksame Mittel, um den Stickoxidausstoß zu senken.
     
  15. #15 Mr. Mazda, 26.08.2020
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    @Topic
    Verkokung entsteht ja auch durch Blow-By-Gase im Zylinderkopf.

    Daher plane ich mal einer Reinigung/Überprüfung der Ansaugbrücke sowie Einlassventile bei knapp 100TKM :?::!:

    Der jährliche Ölwechsel und Sprit mit Additiven sollte helfen die Dämpfe möglichst sauberer zu halten.

    Derzeit gibt es nur noch Toyota und Mitsubishi die eine Saugrohreinspritzung in Motoren anbieten, was diesen Problemen entgegenwirkt :idea:
     
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  16. #16 Nichtraucher, 26.08.2020
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    Das stimmt nicht ganz, Mazda hat in dem neuen X Motor auch eine einfache Saugrohreinspritzung trotz Direkteinspritzung und Selbstzündung.
     
  17. #17 Nichtraucher, 26.08.2020
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    Das ist keine Annahme, aber eine Tatsache.
     
  18. #18 M6Schrauber, 26.08.2020
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    Meines Wissens ist der Skyactive X immer noch ein Direkteinspritzer.

    Belege? Bisher ist es einfach eine Behauptung.
    Ich sehe auch keinen Grund, warum die AGR unter 10 Grad nicht stattfinden sollte. Technisch jedenfalls nicht. Davon abgesehen wären dann ohne AdBlue oder Speicherkat die Stickoxidwerte im Eimer.
     
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  19. #19 Nichtraucher, 26.08.2020
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    X Motor auch eine einfache Saugrohreinspritzung trotz Direkteinspritzung und Selbstzündung
    Was hast du nicht verstanden??
     
  20. #20 Mr. Mazda, 27.08.2020
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    @Nichtraucher
    Der X ist genauso wie der G ein Direkteinspritzer der eben noch magerer verbrennt.

    Das SPCCI kann auch nur mit Direkteinspritzung funktionieren, weil neben der Zündkerze extra eine "zündfähige" Wolke gebildet wird während der Rest im Brennraum extrem mager ist.

    Falls ich falsch liege dann natürlich gerne den Nachweis liefern :idea:

     
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