Motoröl 0W16 od. 0W8 für Skyactive-x Hybrid Motoren?

Diskutiere Motoröl 0W16 od. 0W8 für Skyactive-x Hybrid Motoren? im Hybrid Forum im Bereich Technikbereich: Alternative Antriebe; Je dünner das Öl ist, desto weniger Kraft muss der Motor aufwenden, um das Öl zu pumpen. Entsprechend geringer werden der Kraftstoffverbrauch und...

  1. #1 Skyhessen, 04.04.2020
    Skyhessen

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    Je dünner das Öl ist, desto weniger Kraft muss der Motor aufwenden, um das Öl zu pumpen. Entsprechend geringer werden der Kraftstoffverbrauch und damit auch die Emissionen. Ein dünnflüssiges Öl ist eine von vielen Stellschrauben der Autohersteller, mit denen sie die Emissionen reduzieren. Früher war ein eher dickflüssiges 10W-40 die verbreitetste Viskosität, heute sind es 5W-30 und mehr und mehr 0W-20 oder gar 0W16.

    Jedoch sind der Viskosität auch Grenzen gesetzt, was die Dauer der Wartungsintervalle und die Schmieranforderungen der Motoren angeht – in Japan werden solche Öle daher bei kleinen Motoren und mit teils sehr kurzen Ölwechselintervallen gefahren, die zum Teil nur wenige tausend Kilometer umfassen. Für europäische Hersteller waren solche Öle, die einen kürzeren Intervall als die Vorgängergeneration nötig machten, daher wenig beliebt.

    Trend: Immer dünner
    Motorenöle der SAE-Klassen 0W20 und 0W30 für PKW oder 5W30 für Fahrzeuge sind heute nicht ungewöhnlich. Selbst Motorenöle der Viskositätsklassen SAE 0W16 und 0W12 sind bereits erhältlich. Für Hybridfahrzeuge ist schon ein Öl der Viskositätsklasse 0W8 auf dem Markt. Und der Trend geht weiter zu noch „dünneren“ Ölen. Im Prinzip läuft jeder Motor mit einem niedrigviskoseren Motorenöl reibungsärmer und sparsamer. Niedrigere Werte stehen dabei für eine verbesserte Kraftstoffeinsparung, Verschleißschutz und reduzierte CO2-Emissionen. Dies ist dadurch begründet, dass bei einer niedrigeren HTHS-Viskosität Reibungsverluste bei höheren Motortemperaturen vermieden werden und weniger Kraftstoff in Wärme umgewandelt wird. Doch je dünner das Öl ist, desto schwerer baut es einen hydrodynamischen, stabilen Ölfilm auf, der den mechanischen Kontakt zwischen den sich bewegenden Komponenten weitestgehend verhindert und deren Kontaktflächen vor Verschleiß schützt. In diesem Zusammenhang spielt die HTHS-Viskosität des Motorenöls eine Rolle. HTHS „High Temperature High Shear“ gibt die dynamische Viskosität an, die unter Einfluss hoher Scherkräfte bei 150 °C in Millipascalsekunden (mPas) gemessen wird. Durch Absenkung der HTHS-Viskosität soll mittels geringerer „innerer Reibung“ des Öls eine Reduzierung der Verlustleistung und damit eine Kraftstoffeinsparung erzielt werden. Wird die HTHS-Viskosität zu stark reduziert und der Ölfilm zu dünn, ist jedoch die Verschleißfestigkeit gefährdet. Durch die Festlegung von unteren Grenzwerten der HTHS soll erreicht werden, dass Motorenöle selbst in Pleuellagern mit ihren großen Scherkräften und hohen Öltemperaturen die notwendige Schmiersicherheit gewährleisten. Um die Rauheitsspitzen von gepaarten Metalloberflächen zusätzlich einzuglätten und damit einen durchgehenden Schmierfilm leichter auszubilden, werden einigen Ölen zusätzlich reibungsmindernde Additive auf z.B. molybdänorganischer Basis beigegeben.
    oelcheck.com/wiki/Motorenöle_für__Fahrzeuge

    Viskositäteneinteilung der Motoröle nach SAE J300 bis April 2013
    [​IMG]

    Tabelle zur neuen Niedrigviskosität 0W16 :
    [​IMG]

    aus https://atochem24.de/blog/0w-16

    Während das Motoröl 0W16 den Standard „API Service SN“ erfüllt und z.B. für Honda- sowie Toyota-Hybridmodelle empfohlen wird, kommen dünnere Öle wie 0W12 und das 0W8 bislang „normfrei“ daher. Auch sie empfehlen die Anbieter für besagte Fahrzeugmodelle. „Vor Verwendung unbedingt Serviceunterlagen und Empfehlungen des Herstellers beachten!“.
     
    Mr. Mazda gefällt das.
  2. #2 tuerlich, 04.04.2020
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    Bei einer Probefahrt ist Ihm dann was Interessantes aufgefallen!

    Er war bereits etliche Kilometer unterwegs und hat dann, um zu überholen, den Pinn voll durchgelatscht.

    Soweit alles ganz normal, ein normaler Verbrenner wäre bereits doppelt und dreifach auf Betriebstemperatur!

    Nur hat bei dem Hybrid der Verbrennungsmotor in der Zeit noch keine einzige Umdrehung hinter sich, wird aber von Sekunde 1 mit Vollgas belastet!

    Man kann Ihn ja gar nicht warmfahren, weil bei Teillast lediglich der E-Motor arbeitet!

    In diesem Fall wird den Ölen gewaltig was abverlangt!

    Bei einem Serviceintervall von 20tkm hat ein solcher Verbrenner im Idealfall auch gerade mal 2tkm hinter sich, und wird auch kaum wahnsinnig warm, da kann ich mir ein 0w16 sehr gut vorstellen!
     
  3. #3 hjg48, 04.04.2020
    Zuletzt bearbeitet: 04.04.2020
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    … und natürlich auch in Japan für die Mazda-Hybridmodelle (Mazda3, Mazda Motor mit Toyota Hybrid Technik) .
    Laut meinem sfMH soll ein 0W-16 Motoröl auch in Europa für den Skyactiv-X Motor geplant gewesen sein.

    In Japan wird für den ganz neuen 2020 Toyota Yaris Hybrid ein 0W-8 (GLV-1Ultra-Low-Viscosity) Motoröl eingesetzt.

    HYBRID 0W-8 - Motul
     
  4. #4 Skyhessen, 04.04.2020
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    @tuerlich
    Deswegen heißt es ja auch "....läuft jeder Motor mit einem niedrigviskoseren Motorenöl reibungsärmer ..."
    Dadurch kommt man dem "Kaltstartverhalten" also mit den fließfähigeren Ölen entgegen.

    "...jedoch sind der Viskosität auch Grenzen gesetzt, was die Dauer der Wartungsintervalle und die Schmieranforderungen der Motoren angeht – in Japan werden solche Öle daher mit teils sehr kurzen Ölwechselintervallen gefahren ...." was wiederum die Ölproduzenten erfreuen wird.
     
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