Mazda 3 (BP) Mein persönlicher Skyactive X Review (viel Text!)

Diskutiere Mein persönlicher Skyactive X Review (viel Text!) im Mazda3 und Mazda3 MPS Forum im Bereich Technikbereich: Die neue Zoom-Zoom Generation; Als Verfasser von knapp 200 Amazon Rezensionen kann ich nicht anders, als auch potenziellen Mazda 3 Interessenten ein paar Eindrücke zu schildern....

  1. reach

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    Als Verfasser von knapp 200 Amazon Rezensionen kann ich nicht anders, als auch potenziellen Mazda 3 Interessenten ein paar Eindrücke zu schildern. Da Amazon (noch) keine Autos verkauft, muß halt dieses Forum hier dafür herhalten.

    Ich komme von einem 2013er Golf VII, 140PS Turbo-Benziner, DSG und bewerte den 2020er Mazda 3 Sedan, Skyactive X, Automatik mit allen 3 Paketen. Und ja, ich bin mir dessen bewußt, daß meine Prioritäten und Ansichten nicht immer mehrheitsfähig sind
    Ich will keinen Mazda Fahrer damit ärgern, oder ihm seine Freude am Auto nehmen. Naturgemäß kann das aber hiermit passieren – für den Fall möchte ich mich vorauseilend entschuldigen!



    Außen:

    aufgrund der wunderschönen Optik habe ich erst begonnen, mich dafür zu interessieren. Nach dem faden Golf einmal ein Auto, zu dem ich mich beim Weggehen gerne noch einmal umdrehe.

    Zum geringeren Nutzwert des Sedan (Fahrradtransport!) hatte mein Händler die passende Antwort: eine Anhängerkupplung samt Radträger. Viel besser als die Räder stundenlang klappernd im Innenraum in den Urlaub zu schippern.

    Die Schattenseite: alle metallic Mazdas, insbesondere in „crystal soul red“, sind für mein Empfinden mangelhaft lackiert. Der Tankdeckel hat unter vielen Blickwinkeln eine viel dunklere Farbe. Noch schlimmer: dasselbe gilt für Front- und Heckschürze. Würde ich so ein Auto gebraucht kaufen, würde ich sofort annehmen, daß es nachlackiert wurde.

    Ein winziges Detail, über das ich mich täglich beim Heimkommen freue: ich hatte noch nie so einen kräftigen Rückfahrscheinwerfer!! Der Unterschied zum Golf und allen anderen Autos davor ist riesig!



    Innen:

    DER Grund, warum ich mich dann tatsächlich für der 3er entschieden habe! Einfach wunderschön. Es gibt nicht ein einziges Detail, keinen Quadratmillimeter den ich mir besser, schöner vorstellen könnte.

    Funktional erschließt sich mir die Mechanik der Armlehnenöffnung nicht und erst recht nicht, daß sie sich nicht zur richtigen Armauflage hochstellen läßt.

    Ansonsten paßt die Ergonomie. Unterm Strich, ein Traum Cockpit in dem man gerne lange fährt!



    Motor / Getriebe:

    Man vereint hier in einzigartiger Weise die Nachteile beider Welten. Am Stand die Lauf“ruhe“ eines Diesels. Die Fahrleistungen des 140PS Golf waren objektiv und erst recht subjektiv viel besser. Da soll mir keiner kommen von wegen „kultivierte Leistungsentfaltung eines Saugers“. Was hilft mir die Kultur im Antritt, wenn das Ding am Stand und im Stadtverkehr vibriert wie ein Diesel? Die 180PS lassen sich in keinem einzigen Bereich spürbar abrufen. Mangels Turbo ist das Drehzahlniveau immer viel höher und der Verbrauch in der Stadt liegt mindestens(!) einen Liter über dem Golf, d.h. meistens um die 7.6L. Gepaart mit dem enttäuschend kleinen Tank ergibt sich eine relativ bescheidene Reichweite.

    Mild-Hybrid?! Soll das heißen, ohne dem hätte er NOCH weniger Drehmoment? Will ich mir nicht ausmalen.

    Das ganze bezahlt man in Österreich mit einer doch empfindlich höheren KFZ-Steuer – für nichts. Das schmerzt.

    Die Automatik ist ok, läßt mich das DSG des Golf nicht vermissen. Sie ruiniert jedoch mit einem scheinbar kleinen, für mich aber entscheidenden Detail das gesamte Auto: der Motor geht beim Bremsen kurz vorm Stehenbleiben aus und, wenn man dann auf den letzten Zentimetern den Bremsdruck sanft reduziert, um elegant stehen zu bleiben, schaltet er sich wieder ein und läßt einen Ruck durchs Auto gehen. Man wird quasi dazu gezwungen, wie ein Grobmotoriker fest auf der Bremse zu bleiben, oder das System (jedes mal händisch) zu deaktivieren. Das Problem gibt es naturgemäß nur beim Automatik-Model.



    Elektronik / Multimedia:

    Es hat exakt eine Woche gedauert, bis ich das letzte Assistenzsystem permanent deaktiviert habe. Es sprengt den Rahmen, genau zu erklären wie/warum man die nicht haben will, aber sie sind wirklich umfassend nutzlos, störend, bis hin zu gefährlich, weil das Auto auf einmal grundlos eine Vollbremsung hinlegt. Könnte man das Radar des Tempomaten dauerhaft deaktivieren, würde ich auch das tun (es geht, allerdings nur bis zum Neustart). Eines hab ich genaugenommen noch aktiv: die Totwinkelwarnung. Die ist ok.

    Hirnloses Detail am Rande: das Auto zieht bei jedem Abstellen automatisch die Handbremse an, d.h. man muß sie jedes einzelne mal händisch lösen. Jedes! Einzelne! Mal!
    (Oder einfach losfahren, wodurch sich nach einem peinlichen Aufbäumen des Vorderbaus die Bremse automatisch löst. Das will man doch auch nicht)
    Irgendwann gewöhnt man sich daran, der Ärger über die Dummheit bleibt jedoch bisher.


    Das Headup Display ist perfekt. Punkt! Sogar die Inhalte lassen sich sinnvoll konfigurieren. Das will ich nie mehr missen.

    Das Multimediasystem ist weitestgehend toll. Der Sound des BOSE Systems ist „angemessen“, zu viel darf man sich nicht erwarten. Nach dem Golf ist der größte Gewinn, daß sich das Handy binnen 1-2 Sekunden mit Bluetooth verbindet. Der Golf hat dafür 20-30 Sekunden gebraucht! Die beiden USB Buchsen, zumal an diesen Stellen, sind sinnvoll und praktisch.

    Die Usablity ist hingegen eher mäßig. Beim Navi zB. muß man die Hausnummer zuerst eingeben (Hallo Mazda! Wir sind nicht die USA!). Die Spracheingabe ist ein Witz. Einen Ort ohne Straße und Hausnummer (also „Zentrum“) sprachlich einzugeben, ist mir nie gelungen. Dabei brauch ich das am öftesten.

    Ein Touchscreen fehlt mir persönlich nicht – über das zentrale Drehrad lässt sich alles geschmeidig regeln. Die Darstellung im zentralen Display ist optisch wunderschön gelungen und funktional. Ich höre zB. gerne 4 Stunden lange Podcasts – wenn man sich ansieht, wie manch ein Koreaner oder Italiener das darstellt, dann weiß man das sehr zu schätzen.

    Bei der Tacho-Anzeige läßt Mazda irrsinnigerweise ein riesen Potenzial liegen: man hat hier nämlich einen tollen Bildschirm verbaut. Beim ersten Hinschauen fällt gar nicht auf, daß das kein mechanischer Zeiger ist. Diese Anzeige läßt sich vom klassischen Tacho umschalten und zwar 1.) um die bloße Addition einer Durchschnittsverbrauchsanzeige und 2.) auf eine völlig, wirklich völlig nutzlose Anzeige die wohl gepaart mit dem völlig nutzlosen Spurhalteassistenten irgendetwas Spannendes anzeigen sollte. Mehr kann man mit diesem tollen Display nicht anstellen. Was für eine Verschwendung! Was man da via Software für tolle Sachen machen könnte (und der Mitbewerb auch tut)... Echt schade.

    Die virtuelle Vogelperspektive im Display ist mäßig sinnvoll, aber sieht bei Tageslicht echt geil aus. Super sinnvoll sind hingegen Rück- UND Front-Kamera, damit kann man, im Gegensatz zu den nur-akustischen Helfern, quasi auf Null-Distanz einparken.

    Die automatische Regelung der LED Scheinwerfer funktioniert super. Den Lichtschalter hab ich seit Tag 1 nicht mehr angefaßt!



    Elektronik Fehler:

    Ein Software-Bug der mir bereits bei der Probefahrt aufgefallen ist: die Bilder von Alben, CDs werden nicht aus mp3 Files gelesen, sondern durch die einer eigenen Datenbank ersetzt. Das Setting, welches dieses verhindern soll, bleibt ohne Funktion. Mazda Österreich hat mir das brav bestätigt – ein Bugfix blieb jedoch seit den vergangenen 5 Monaten aus.

    Ein weiterer Bug ist, daß die Verknüpfung von Sitz- und Lenkradheizung mit der Außentemperatur mal funktioniert, mal nicht. Die Lenkradheizung muß ich auch jetzt im Winter immer händisch einschalten, außer zuletzt, als es zwei Tage hintereinander +15° hatte, da ging sie immer von selbst an.

    Selbiges gilt für den Tempomat. Der ist bei Fahrtantritt mal an, mal aus, wie es der Zufall will.

    Und noch ein Bug bewirkt, daß die Einstellung mit der man das Piepsen der schlüssellosen Verriegelung abschalten kann, ohne Funktion ist.

    Alles nicht soooo schlimm, aber, es hat bei mir 1 Stunde, bzw. 1 Tag bzw. 2 Tage gebraucht um diese 4 Bugs zu finden. Wie zur Hölle testen die ihre Software? Fahren die bei Mazda ihre Autos nicht selbst mal? Das hinterläßt bei mir schon einen sehr schalen Nachgeschmack. Lustigerweise habe ich mir gerade von den Japanern hier sehr viel erwartet – da wurde ich auf ganzer Linie enttäuscht. Auch, bezw. erst recht im Vergleich zum Golf.

    Zur Lenkradheizung noch ein Wort: diese läßt in der Heizleistung nach ca. 10 Minuten stark, auf ein kaum mehr spürbares Level nach. Das mag beabsichtigt sein, aber es nervt.
    Zur Heizung: die regelt irgendwie sehr seltsam. Zuerst zu warm und dann zu kalt. Auch das folgt vielleicht der Logik, daß man den Fahrer schnell wärmen will, ist mir aber in der Größe des Unterschiedes zu krass.



    Preis/Leistung

    Manchmal liest man im Mazda Forum vom günstigen Preis. Das kam mir zwar zunächst auch so vor, aber mit den Rabatten die zB. VW gibt (und Mazda nicht!), liegt ein Golf in der selben Liga. Wenn man die kontraproduktiven Assistenzsysteme des Mazda rausrechnet, ist man schon sehr knapp dran und man bekommt dabei einen um Welten besseren Motor. Man bekommt damit halt auch ein um Welten häßlicheres Auto. Hmm…



    Verdict:

    Meiner Vorfreude auf den 3er ist zunächst wirklich eine starke Enttäuschung gefolgt. Lustigerweise ist der Großteil davon verflogen, als endlich das Klappern hinterm Handschuhfach repariert war. Seither wachse ich täglich mehr mit meinem 3er zusammen. Ich fahre gern damit, spiele mich damit, ihn trotz des Automatik-Problems würdevoll zum Stillstand zu bringen. Freue mich auf lange Fahrten.
    Leider bin ich einer, der die vielen Schwachstellen nicht einfach ignorieren kann, aber das Auto hat einen Charme, der mich willens macht, sie weitestgehend zu verdrängen.
    Ob ich ihn mir ein zweites mal kaufen würde? Sofort! Aber nicht mit dieser Automatik. Und nicht mit diesem Motor. Und leider auch mit keinem anderen Motor aus der derzeitigen Palette.
     
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  2. #2 M3.2012, 15.02.2020
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    Hatte auch mal eine Automatik im Mazda 6 von 2008, allerdings nur 5-Gang. Sie hat mich wahnsinnig gemacht, eine einzige Katastrophe...

    Ansonsten, gute "Rezension", man hat das Gefühl, man fährt mit. Danke dafür! :thumbs:
     
  3. #3 Skyactiv Ox, 15.02.2020
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  4. #4 Micha82, 15.02.2020
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    Das stimmt so nicht finde ich, zwischen 4500 und 6000 U/min marschiert der den Erwartungen eines "180 PS" Motors entsprechend ordentlich vorwärts, im Bereich in dem SPCCI aktiv ist fühlt sichs aber tatsächlich nach weniger an.
    Der X ist halt auch vergleichsweise lang übersetzt und wenn man dann die Leistungsentfaltung eines Turbos gewohnt war / ist, wird man da vielleicht etwas enttäuscht sein.

    Was mich wundert ist das niemand bisher auch nur ein Wort über die Lenkung verloren hat.
    Für mich die "schlechteste" Lenkung die ich je in einem Fahrzeug hatte. Absolut null Rückmeldung, als wäre sie komplett von der Strasse gekoppelt.
    Manchen mag das vielleicht sogar gefallen, mir gefällts nicht, erinnert mich irgendwie an irgendein extrem billiges PC Lenkrad ohne Force Feedback, "man kann halt dran drehen" und es fühlt sich immer gleich an.

    In Kombination mit der Lenkung fühlt sich das Auto auf der Autobahn außerdem schwammig an finde ich. Ich weiß nicht ob es an der fehlenden Rückmeldung, den Winterreifen / Fahrwerk oder der Kombination liegt, aber irgendwie passt das nicht.
    Stellenweiße kommt es sogar vor das man in seiner Spur immer wieder nachkorrigiert weil der Karren ständig rumschwimmt.
    Die Lenkung suggeriert einem man würde "wie auf Schienen" fahren, das Fahrzeug macht etwas ganz anderes..

    Unterm Strich hat Mazda mit dem neuen 3er eigentlich nur optisch was gutes gebaut, viel zu viel technische Dinge sind nicht ausgereift und das meiste davon merkt man erst wenn man das Fahrzeug besitzt.
    Bei einer kurzen Probefahrt wirkt das Fahrzeug erstmal genial und löst sofort einen "will ich haben" Effekt aus, die Enttäuschung kommt dann später.
     
  5. reach

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    Haha, lustig, daß Du das sagst. Ich hatte zwei Absätze darüber, daß er trotz derzeit winterlichen 16 Zöllern deutlich härter, also unbequemer ist als der Golf, ohne jeden Präzisionsgewinn. Und, daß der Wendekreis absurd groß ist, ohne das durch irgendwelche Vorteile bei Lenkung und Straßenlage zu rechtfertigen.
    Das fiel aber dem 10.000 Zeichen Limit hier im Forum zum Opfer :-)

    Nach dem Golf finde ich die Lenkung tatsächlich nicht so schlimm, denn der ist auch etwas gefühllos. Davor hatte ich verschiedene Hot-Hatches von Franzosen und Ford, das ist vom Lenkungsfeedback her schon eine andere Liga - der ich aber zugegebenermaßen entwachsen bin. Ist mir so mittlerweile lieber.

    Der letzte Hot Hatch war übrigens ein Fiesta ST. Sauger mit 150PS. DAS war eine Leistungsentfaltung, mein lieber Schwan! Da hat man als Fahrer noch mit dem Auto gerungen, es bei feuchter Straße auf selbiger zu halten. Das war vor 12 JAhren, mit 30PS weniger und ohne e-Motor Unterstützung. Schwärm.
     
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  6. #6 Bärenmarke, 15.02.2020
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    Ich finde das sehr interessant wie ihr die Lenkung empfindet. Eventuell liegt es an eurer Bereifung? Der habby hat in seinem Video die Lenkung von Mazda ja sehr gelobt.

    Ich glaube mit der US Variante und dem 2.5G wärst du deutlich zufriedener gewesen, hab in den Tests in den USA nur gutes über die Kombi 2.5G und Automatik gelesen.
     
  7. #7 Skyhessen, 15.02.2020
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  8. #8 3bkDriver, 15.02.2020
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    :cheesy: Genau den hatte ich 2008 - und bevor es keine davon mehr gibt hab ich mir im letzten Oktober wieder einen geholt :cheesy:. Aus doofen Gründen musste unser M2 DJ weg, da hab ich die Chance gepackt mor nochmal diesen Spassflitzer zu holen... hab ihn hier mal unter Fremdmarken vorgestellt. Eigentlich war er als Übergangslösung angedacht, nun zaubert er mir täglich ein dickes Grinsen ins Gesicht und wird wohl so lange wie möglich am laufen gehalten :cheesy: (sry fürs Offtopic)
     
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  9. #9 Bazunga, 17.02.2020
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    reach du sprichst mir aus der seele. bleibt zu hoffen, dass durch softwareupdates zum beispiel im display noch änderungen vorgenommen werden.
     
  10. #10 Autobahnschleicher, 02.03.2020
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    Toller Beitrag, lieben Dank dafür. Hier merkt man, dass es nicht dein erster Beitrag ist und dass du kein Fanboy einer Partei bist.
    Trotzdem ist die Kritik bzgl. des Motors bzw. dessen Kraftentfaltung nur subjektiv einzuschätzen. Ein turboaufgeladener 140-PS-Benziner beschleunigt ein sehr ähnliches Auto bestimmt nicht besser als ein Sauger/Kompressor, auch wenn der VW insgesamt 250 Nm Drehmoment hat. Sicher zieht er zwischen 1.500 und 2.500 Umdrehungen etwas besser an, aber das sollte kaum spürbar sein und durch die andere Übersetzung schnell egalisiert sein. Hierzu kann ich dir einen tollen Bericht empfehlen, in dem Turbobenziner mit Dieseln bzw. Saugern verglichen werden. Hier sehe ich einen nahezu identischen Vergleich, nur jedoch mit einer angelehnten Antriebstechnologie. Wenn man sich anschließend objektiv die Daten anschaut und miteinander vergleicht, wird der 180 PSler der "schnellere" sein (zumindest oberhalb von 3.500 Umdrehungen) :)
    Der Schaltfaule wird natürlich den Turbo mit weniger Leistung bevorzugen, da ihm die Leistung im oberen Drehzahlbereich egal ist :)

    Schlussendlich würde ich mich freuen, wenn wir mehr Beitrage, wie den deinen lesen könnten :)
     
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  11. reach

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    Danke auch Dir für das nette Feedback!
    Den Artikel hab ich gelesen, sage aber ganz frech, daß da wenig Neues war ;-)
    Was in jedem Fall stimmt ist, daß Leistung sehr, und zwar wirklich SEHR subjektiv empfunden wird. Ich bin mal mit einer AMG C-Klasse mit 480PS gefahren. Das war ein wirklich ernüchterndes Erlebnis. Wurde nach 20km langweilig. Mein damaliger Clio 16V mit 110PS war um nix weniger aufregend. Die Geschwindigkeitsbereiche des AMG waren halt höher, aber man hat nix davon gemerkt. Mit einem 2012er Porsche 911 ging es mir genau gleich. Später dann, der eigene Fiesta ST, der hat gefühlt alle geschlagen :-) Der wurde bis zum Schluß nie fad.

    Beim Mazda denke ich trotzdem, daß er auch objektiv lahm ist. Ungeachtet dessen bleibt in jedem Fall die Frage: warum??
    Wieso treibt man all diesen technischen Aufwand, mild Hybrid, SPCCI (mit all den Problemen wie thermischen Belastungen und den angeblich kritischen Komponenten in den Abgasen), Kompressor, 180PS wenn die Ergebnisse gegenüber einem Turbomotor sind:
    - eine vergleichsweise miese Laufruhe am Stand
    - ein um nix besserer Verbrauch(*)
    - Fahrleistungen, die zumindest jeder ohne Stoppuhr als lahm empfindet

    Das mit dem Drehmoment bei niedrigen Touren hat bei Automatik, wo "schaltfaul" kein Thema ist, trotzdem einen handfesten Vorteil: moderate Beschleunigung hat der Turbo einfach über den Ladedruck erledigt, ohne runter zu schalten. Meine Freundin bezichtigt mich im Mazda öfter der Raserei als im Golf, weil er halt nur eine Komponente zur Leistungsbereitstellung hat: Drehzahl, oft gepaart mit Runterschalten.

    (*) mittlerweile schaffe ich es, bis ins Büro um die 5.4 - 5.6L/100km zu bleiben. Vorstadtverkehr, Kaltstart, nur 10km. Das ist dann doch nicht soo schlecht. Mein Eindruck: ich kann den Mazda, wenn ich will, sparsamer bewegen als es mit dem Golf möglich gewesen wäre. Bei normaler und forcierter Fahrweise jedoch, hätte der Golf die Nase deutlich vorne (**).

    (**) Das ist zugegebenerweise jetzt auch keine große Erkenntnis. Das weiß man seit den ersten Magermotoren, daß die nur etwas bringen, wenn man sie entsprechend fährt. Da fühl ich mich jetzt fast etwas doof, daß ich das nicht gleich von Anfang an eingeräumt habe. Die Erkenntnis ist wohl eher, daß man/ich nicht immer so schleichen will, daß man die Technik ausnützt.
     
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  12. #12 Autobahnschleicher, 02.03.2020
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    Ich verstehe ganz genau, was du meinst. Selbst in gleicher Fahrzeugklasse entsteht ein komplett unterschiedlicher Eindruck von der Geschwindigkeit, weil viele Faktoren, die man während des Fahrens wahrnimmt, das Bild beeinflussen.
    Dass in dem Beitrag wenig Neues steht hat mich zunächst etwas verwundert, aber dann habe ich deinen Post etwas anders verstanden bzw. dein Know-How unterschätzt.

    Mein prägendes Erlebnis war mal bei einem Fahrertraining. Wir mussten mit einem Sportwagen einen Parcours auf einer Rennstrecke befahren, wobei der 2. Gang vollkommen ausreichte, da man maximal ca. 90 km/h fuhr und die Strecke nur ca. 2,4 m breit war. Dabei teilte man sich das Auto mit einem weiteren Fahrer. Dabei bin ich zuerst gefahren, erhielt viel Lob, war aber nicht zu 100 % zufrieden. Danach war mein Kollege dran und ich saß daneben. Gefühlt dachte ich, er sei 2 Sekunden schneller als ich gewesen (die Strecke dauerte ca. 30 Sekunden) doch als die Zeiten veröffentlich wurden, war ich 2 Sekunden schneller. Da habe ich gemerkt, dass man alleine als Beifahrer im identischen Auto eine komplett andere Wahrnehmung hat.

    Heutzutage fahren sich die Autos auch alle ziemlich unterschiedlich. Wenn ich mich so zurückerinnere, wie schnell sich damals der Golf 6 und Golf 7 als Firmenwagen ausgelutscht anfühlte (wurde nach 50.000 km durch ein neues Modell ausgewechselt) bzw. wie identsich sich mein damaliger Mazda 6 fuhr, der 70.000 km runter hatte im Vergleich mit einem Vorführwagen, dann bringt das einen ganz schön zum Grübeln.

    Wenn der AMG cool war, dann empfehle ich dir einen Nissan GT-R. In dem Wagen könnte man bei Tempo 200 schlafen, so spielend unaufgeregt fährt sich der Wagen, wenn man will. Natürlich tritt einen das Auto ins Kreuz, wenn man das Pedal durchdrückt, doch so sicher und souverän, wie sich das Auto anfühlt, ist wirklich untypisch für ein Auto. Nicht umsonst wird er wie mit einem Playstation-Spiel verglichen, wobei ich sagen muss, dass es nichts mit Indirektheit zu tun hat, sondern eher damit, dass er einfach einfach zu fahren ist. :)
     
  13. #13 Mr. Mazda, 03.03.2020
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    @reach
    Turbo vs Sauger wird schon ewig sowie unterschiedlich empfunden. Früher war ein Turbo träge mit Turboloch dafür aber mit Hubräumen mehr als 1.4 Liter! Diese haben gesoffen wie ein Loch und ein aufregendes Fahrerlebnis geschaffen, hielten natürlich auch ewig!

    Die neuen Benzin-Turbos wurden lediglich von den Europäern eingeführt, weil diese nicht in der Lage waren den Verbrauch auf günstigere Weise zu senken... (Toyota, Subaru, Mitsubishi haben es mit Saugern aber geschafft) :shock:

    Nach über 10 Jahren Luftpumen hat sich Europa daran gewöhnt und kann keine Sauger mehr richtig schätzen. Welche der Motoren länger halten ist sehr gut bekannt :lol:

    @Topic Farbe
    Können andere 3x Schichtlack-Käufer Abweichungen bestätigen?
     
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  14. #14 Skyhessen, 03.03.2020
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  15. #15 Mr. Mazda, 03.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 03.03.2020
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    Hoffe es melden sich noch die neueren Käufer der Lacke aus 2019 ff.
    Die Situation bei 3x Schichten ist generell seit Einführung gleich geblieben. Denke es liegt daran, dass Stoßstangen separat lackiert werden und Candylacke für Mensch/Maschine eine schwierige Aufgabe bleiben.

    Zu den 2x Schichtlacken gab es keine großen Beschwerden (Europa sowie USA).

    Wenn sogar unser M2 nach so vielen Jahren TOP aussieht, der CX-3 ohne Steinschläge weiterverkauft wurde, bin ich mal weiter guter Dinge für unsere Neuen! :rolleyes:
     
  16. #16 Skyactiv Ox, 03.03.2020
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    Also meiner ist matrixgrau-metallic...konnte bisher keine Abweichungen erkennen...aber ich schaue nochmal genau,
    bei gutem Wetter.

    Im übrigen...mag ich persönlich die Sauger-Charakeristik meines 2,0 sehr :-) Hatte bis 2018 mal einen Peugeot 308 155 THP. (156PS). Der lief nicht schlecht..aber der Skyactiv X ist ein Gedicht. Um Längen besser.
     
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  17. #17 Autobahnschleicher, 04.03.2020
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    Mazda hat seit 5 Jahren Probleme mit den 3-Schicht-Lacken. Bei rubinrot und dem unterschiedlich genannten silbernen Modellen gab es immer - mal größere und mal kleinere - Unterschiede. Selbst bei neuen Modellen hatte man den Anschein, die Stoßstangen seien nachlackiert worden.
    Das Problem liegt liegt aber am Untergrund. Die Stoßstangen sind aus Kunststoff und nicht aus Metall, was aber auch bei Deutschen Premiummarken zu einigen Beanstandungen führt.
    Heutzutage sind die Lachschichten extrem dünn und empfindlich, dadurch wird der Effekt verstärkt, dass diese Lacke auf unterschiedlichen Untergründen solche Farbtonunterschiede aufweisen.
     
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  18. #18 Skyhessen, 04.03.2020
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    Dies erklärt auch, warum so manche Lackierer die Farbtöne beim Nachlackieren einer Unfallreparatur tatsächlich besser hinbekommen. Der FMH in unserer Ecke hat sich einen Lackierbetrieb ausgesucht, der es "voll drauf" hat, gerade auch mit der rubinrot-Lackierung.
     
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  19. Wurst

    Wurst Mazda-Forum User

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    Diese Kommentare fassen auch meine Eindrücke zusammen, allerdings im 6er gesammelt. SW Entwicklung und Applikation von Assistenzssystemen scheinen bei Mazda sehr theoretisch und nur nach Lastenheft am Computer zu erfolgen. Testfahrten und das Erleben derselbigen ist wohl kaum vorgesehen. Und Updates für die steuergeräte? Vergiss es, da wird nie was kommen. Auf alle anderen Punkte, wie das schlecht applizierte Getriebe, mechanische Tankklappe und andere verquere Ideen, will ich nicht eingehen :-)
    Meinen 6er werde ich trotzdem behalten, aber ob ich nach den Erfahrungen nochmals einen Mazda kaufe?

    Und nein, bei der Probefahrt sind mir solche Punkte wahrlich nicht aufgefallen. Das kommt leider erst Stück für Stück in den Kilometern nach dem Kauf.
    Ach, meinen wirklich sehr netten und kooperativen Händler möchte ich auch nicht verschweigen!
     
  20. #20 Skyhessen, 09.03.2020
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    Ist doch logisch, dass Erstkunden heutzutage "Testkunden" sind. Dies machen mittlerweile nahezu alle Hersteller. Bis dann die "Kinderkrankheiten" auf Grund von Erfahrungs-Sammlungen ausgemerzt sind und alles zuverlässig funktioniert, können mittlerweile schon Mal 2-3 Jahre ins Land ziehen. Für mich steht fest, meinen BM G120 werde ich weiterhin noch eine gute Weile fahren. Der ist mittlerweile 5 1/2 Jahre alt und läuft klaglos.
     
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Thema: Mein persönlicher Skyactive X Review (viel Text!)
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