626 (GF/GW) Kupplung - Druckplatte tauschen?

Diskutiere Kupplung - Druckplatte tauschen? im 121, 323, 626, 929 Forum im Bereich Technikbereich: Die klassischen Mazda Modelle; Hallo zusammen, ich fahre einen Mazda 626 GF, 22 Jahre alt, und hatte bisher keine Probleme damit. Derzeit bin ich mit dem Auto in Griechenland...

  1. #1 Charlie64, 18.08.2020
    Charlie64

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    Hallo zusammen,

    ich fahre einen Mazda 626 GF, 22 Jahre alt, und hatte bisher keine Probleme damit. Derzeit bin ich mit dem Auto in Griechenland und seit etwa 2 Wochen geht das Einlegen des 1. Gangs an Kreuzungen bzw. Ampeln deutlich schwerer, als ich von der etwas hakeligen Schaltung ohnehin gewohnt war. Manchmal lässt sich der Gang erst einlegen, nachdem ich in einen anderen Gang gewechselt habe. Dieses Problem bessert sich aber, wenn ich länger gefahren bin. Bei abgestelltem Motor und ohne Kupplung konnte ich vor dem letzten Wochenende manche Gänge gar nicht mehr einlegen. Und wenn es klappt, dann spürt man nicht nur, dass es hakt, man hört es auch.

    Nach einem Blick in die Kristallkugel hat mir meine Werkstatt geschrieben, dass Ursache eine undichte Stelle im Hydrauliksystem der Kupplung sein könnte/dürfte. Tatsächlich fehlen im Bremsflüssigkeitsbehälter ein paar Millimeter. Allerdings hat im letzten Herbst einmal deutlich mehr gefehlt, ohne dass die Schaltung solche Probleme gemacht hat. Klar muss das Leck gefunden werden, die Hauptursache für das Schaltproblem dürfte es aber nicht sein.

    Mein Vermieter (gelernter Mechaniker) hat sich das Problem angesehen. Die Kupplung hat er etwas nachgestellt, aber als Ursache ausgeschlossen, weil sie gut trennt. Da er keine undichte Stelle entdecken konnte, hat er mir zwecks Fehlersuche zu einem Wechsel des Getriebeöls geraten. Das Getriebeöl hat andererseits meine Werkstatt eher ausgeschlossen.

    Zufällig habe ich hier in der Nähe eine kleine 2-Mann-Mazda-Vertragswerkstatt entdeckt und war gestern dort. Der Chef hat sich das Auto angeschaut, nach einer kurzen Fahrt um den Block hat er was auch immer an der Kupplung ordentlich gefettet. Nach einer 2. kurzen Probefahrt hat er mir gesagt, dass er eine schadhafte Druckplatte für die mögliche Ursache hält. Wegen der letzten Herbst und auch jetzt fehlenden Bremsflüssigkeit hat er gemeint, ich solle den Stand regelmäßig überprüfen. Falls er sich merklich ändert, würde er nacheinander die beiden Pumpen (wahrscheinlich gemeint Kupplungsgeber- und -nehmerzylinder) tauschen.

    Was immer da auch eingefettet wurde, seither lassen sich die Gänge auch ohne Kupplung wieder leichter einlegen. Es hakt zwar deutlich, aber dass ein Gang gar nicht reingeht, kommt derzeit nur ausnahmsweise vor. Während der Fahrt fühlt sich die Schaltung an wie früher, auch bei Ampeln geht der 1. Gang mit etwas mehr "sanfter Gewalt probelmlos" rein.

    Neben einer groben Über-den-Daumen-Kostenschätzung hat mir meine Werkstatt auf meine Frage, wann die Druckplatte gewechselt werden sollte/muss, geantwortet, dass das "bei Bedarf" erfolge. Ob ich im aktuellen Zustand die Rückfahrt nach Wien noch schaffe, könne man nicht abschätzen.

    Die Aussage "bei Bedarf" hilft mir jetzt allerdings nicht wirklich. Wann ist "bei Bedarf"? Wenn gar nichts mehr geht? Oder besser schon jetzt, solange noch etwas geht? Könnt ihr mir bitte mit euren Erfahrungen helfen?

    Wie ihr aus meiner Schilderung sicher erkennen könnt, bin ich Fahrer, aber technisch nicht versiert. Selber machen scheidet daher wohl aus. Obwohl mir diese kleine Werkstatt hier einen wirklich seriösen Eindruck macht. Dass diese Leute nicht darauf aus sind, naive Touristen auszunehmen, schließe ich daraus, dass ich für den Check gestern nichts bezahlt habe. Nicht einmal ein kleines Trinkgeld wurde angenommen. Trotzdem möchte ich mich gut informieren, bevor ich vielleicht unnötig Geld investiere. Andererseits möchte ich auch keine gravierenderen (Folge-)Schäden riskieren.

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße,
    Charlie
     
  2. #2 Skyhessen, 18.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 18.08.2020
    Skyhessen

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    Mit dem "Blick in die Glaskugel" ist es schwerlich, da eine Diagnose zu finden. Selbst die Experten vor Ort konnten sich nicht einhellig auf einen bestimmten Defekt festlegen?
    Lies Dir dies mal durch, ob du weitere Symptome wieder erkennen kannst?
    https://repxpert.de/LuK-TecBr-Leitfaden-Kupplungssysteme-Fehler-Diagnose

    Eine defekte Druckplatte sollte sich auch während der Fahrt mit seltsamen "Geräuschen" bemerkbar machen? Da die Kupplung aber "gut trennt", also nicht "rutscht" beim Beschleunigen, würde ich eher die Druckplatte ausschließen. Dafür spricht auch, weil sich die Gänge selbst bei abgestelltem Motor nicht einlegen ließen.

    Da du von "fehlender Bremshydraulikflüssigkeit" schreibst, tippe ich eher auf undichten Geber- oder Nehmerzylinder.
    Dies war auch bei dem Kollegen der Fall: hilfe ich krieg meine Gänge schwer rein
    dazu insbesondere die Aussage im Beitrag N°10.
     
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  3. HELAN

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    Naja bei einem 22 Jahre alten 626 darf auch mal was kaputt gehen. :respekt:
     
  4. #4 Charlie64, 18.08.2020
    Charlie64

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    Hallo Skyhessen,
    vielen Dank für deine schnelle Antwort und deinen Blick in die Glaskugel.

    - Die Werkstatt meines Vertrauens ist in Wien und konnte auch nur in die Glaskugel schauen. Der Chef hat auf ein Dichtheitsproblem in der Kupplungshydraulik getippt.
    - Mein Vermieter hat die Schaltung bei abgestelltem Motor ausprobiert (mit und ohne Kupplung), die Einstellung der Kupplung verändert und dann - nachdem sich nicht wirklich etwas gebessert hat - gemeint, er würde mit der Fehlersuche beim Wechsel des Getriebeöls beginnen. Er hat die Kupplung eher ausgeschlossen, weil sie nach seiner Aussage gut trennt. Ich kann während der Fahrt weder ein Aufheulen des Motors noch andere Geräusche (z.B. beim Schalten) feststellen und es gibt auch keinen Leistungsabfall. Er glaubt auch nicht an eine Dichtheitsproblem als Ursache, weil er keine undichte Stelle gesehen hat und unter dem Auto keine Flecken auftreten.
    - In der Mazda-Werkstatt vor Ort habe ich das Problem beschrieben und auch gesagt, was meine Mechaniker vermuten. Sie haben eine Undichtigkeit nicht ausgeschlossen, sondern gemeint, Ursache könnte auch die Druckplatte sein. Ich nehme an, dass ich deshalb auch den Behälter für die Brems-/Kupplungsflüssigkeit im Auge behalten soll. Da bei Verlust dann die Kupplungsgeber-/-nehmerzylinder nacheinander getauscht werden sollen, gehen sie offensichtlich auch von dieser Ursache aus. Oder sie beginnen dort mit der Fehlersuche?

    Danke für den Link zum PDF. Eine rutschende Kupplung würde ich ausschließen, weil ich während der Fahrt - mit Ausnahme des Problems mit dem ersten Gang - keine Probleme habe oder Geräusche feststellen kann. Es gibt auch kein Vibrieren beim Anfahren (rupfende Kupplung). Eine nicht trennende Kupplung scheint ebenso nicht die Ursache zu sein, weil ich weder einen Vortrieb trotz betätigter Kupplung noch Geräusche beim Schalten feststellen kann. Mein Vermieter hat gemeint, dass die Kupplung gut trennt, und auch in der Werkstatt war keine Rede von einem solchen Problem. Bei den Schadensbildern ist mir "Pilotlager defekt" aufgefallen, wo als Auswirkung angeführt ist, dass sich Gänge nur schwer oder unter Kratzen einlegen lassen. Allerdings weiß ich nicht, ob in diesem Fall die Probleme während der Fahrt auftreten oder wie bei mir bei abgestelltem Motor bzw. stehendem Fahrzeug.

    Das Problem, dass sich Gänge nicht oder nur mit spürbarem Widerstand schwer einlegen lassen, tritt in erster Linie nur bei abgestelltem Motor auf. Dann ist das Schalten auch bei betätigter Kupplung schwerer und hakeliger als normal. Das Problem, dass sich im Betrieb der 1. Gang oft nur schwer oder nicht auf Anhieb einlegen lässt, ist im Stand deutlich stärker. Wenn der Wagen noch ganz langsam rollt, ist der Widerstand deutlich geringer.

    Im verlinkten Beitrag Nr. 10 geht es mE aber eher darum, dass die Gänge mit Kupplung schwer reingehen. Bei mir ist es aber genau umgekehrt, weil ich beim Fahren (abgesehen vom 1. Gang) überhaupt keine Veränderung bemerken kann.

    @HELAN:
    Ich möchte am Auto auch machen lassen, was notwendig ist, und nicht warten, bis ich irgendwo - vielleicht sogar in einem Drittstaat auf der Rückfahrt - mit einem totalen Versagen der Kupplung liegen bleibe. Und ich möchte auch keine gravierenden (Folge-)Defekte produzieren, weil ich zu lange gewartet habe. Andererseits möchte ich auch nichts austauschen lassen, was funktioniert. Deshalb hat mich vor meinem ersten Post hauptsächlich die Frage beschäftigt hat, wann die Druckplatte getauscht werden soll bzw. muss.

    Grüße,
    Charlie
     
  5. HELAN

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    Hallo @Charlie64,
    ich hatte auch mal einen 626 Bj. 1997 der hat ohne größere Mängel außer Verschleißteile gut durchgehalten nach 12 Jahren habe ich ihn verkauft. :ja:
     
  6. #6 Skyhessen, 19.08.2020
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    Wenn dies der Fall wäre, hättest Du wohl in allen Gängen gleichgeartete Schaltprobleme, vor allem bei laufendem Motor.
    Dass sich gerade der erste Gang nicht einlegen lässt im Stand, kommt bei vielen Autotypen mal häufiger vor, auch bei intakten Kupplungssysteme. Allerdings auch nur sporadisch, denn wenn man steht, dreht sich nix im Getriebe (Kupplung gedrückt). Dann kann es mal passieren, dass die Zahnräder aufeinander stehen und das Schalten behindert. Da hilft oft ein Kupplung loslassen und erneut treten und nochmals versuchen den Gang einzulegen.

    Komisch ist das Ganze schon, so wie Du es schilderst. Normalerweise sollten sich die Gänge bei ausgeschaltetem Motor, ob mit oder ohne getretener Kupplung, mehr oder weniger einfach schalten lassen. Probleme, wegen eines Defektes, tauchen dann i.d.R. erst mit laufendem Motor auf?
     
  7. #7 Charlie64, 19.08.2020
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    Guten Morgen!

    @HELAN
    Meiner ist gleiches Baujahr - scheint ein guter Jahrgang zu sein. :smile: Neben den normalen Verschleißerscheinungen habe ich vor 11 Jahren die hinteren Kotflügel reparieren lassen (Ersatz durch Originalteile), weil sie an den Biegekanten zu rosten begonnen haben. Und letzten Herbst habe ich eine neue Wasserpumpe gebraucht, weil der Keilriemen gerissen ist. Ein Mechaniker hat den notwendigen Austausch schon festgestellt, weil aber gerade kein neuer Keilriemen da war, wollte man ihn 2 Wochen später bei der nächsten Begutachtung (TÜV) tauschen. 3 Tage später ist er auf der Autobahn gerissen. :sad:

    Genau das ist es ja, was mich verunsichert bzw. beunruhigt. Dass der 1. Gang immer etwas schwergängig war, daran habe ich mich längst gewöhnt. Dass die Schaltung insgesamt etwas schwerer geht als bei anderen Marken, weiß ich auch, weil das ein Bekannter einmal besonders betont hat.

    Die Geber-/Nehmerzylinder erscheinen mir als technischem Laien nach den bisherigen Informationen auch als naheliegend. Andererseits hat im letzten Herbst sehr viel mehr Flüssigkeit gefehlt, so viel, dass beim Bremsen manchmal die Kontrollleuchte für die Bremsen aufgeleuchtet hat. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass die Schaltung ähnliche Probleme gemacht hätte. Vielleicht war ich auch zu sehr von der Sorge eines Problems mit den Bremen abgelenkt, weil ich ein paar Tage später den Beginn einer längeren Reise geplant hatte? In der Werkstatt (nicht "meine" Mazda-Werkstatt) hat man mir versichert, dass die Bremsen okay seien; es hätte nur etwas Bremsflüssigkeit gefehlt. Ein Leck oder eine andere Ursache für den Verlust hat man entweder nicht gesucht oder nicht gefunden.

    Gestern hat mein Vermieter gemeint, er würde alles in einem Rutsch tauschen lassen: Geber- und Nehmerzylinder, Kupplung und bei dieser Gelegenheit auch gleich das Getriebeöl.

    Ratlos wie ich bin werde ich es es so machen, wie mir in der Werkstatt vor Ort geraten wurde:
    1. Ich beobachte den Stand der Brems-/Kupplungsflüssigkeit noch ein paar Tage und dann werden wir anfangen, nacheinander Geber- und Nehmerzylinder zu tauschen. Egal ob das die Ursache der Schaltprobleme ist oder nicht, muss ja der Flüssigkeitsverlust einen Grund haben. Komisch dabei ist, dass unter dem Auto nie irgendwelche Flüssigkeit zu sehen ist. Andererseits ist der Verlust auch nicht so groß, dass sich eine Pfütze darunter befinden müsste.
    2. Wenn das Schaltproblem (vermutlich) so nicht behoben werden kann, werde ich die Kupplung tauschen lassen. Es ist noch die erste Kupplung und die Kosten werden verkraftbar sein. Die Entscheidung, ob auch ein Wechsel des Getriebeöls sinnvoll ist, überlasse ich den Profis. Im Netz bin ich nämlich auch über einige Warnungen gestolpert, insbesondere was neue(re) Automodelle betrifft. Demnach sei ein Wechsel oft nicht nur nicht notwendig, sondern eher kontraproduktiv. Das haben auch Fahrer bestätigt, die nach dem Wechsel von Problemen mit dem Getriebe berichtet haben.

    Ich habe keine Ahnung, ob das ein guter Ansatz ist, aber ich mag es nicht, wenn etwas nicht in Ordnung ist und ich mit Zuwarten vielleicht auch noch andere Schäden (Getriebe?) verursache.

    Falls ihr Bedenken gegen meinen "Plan" oder andere Ideen habt, lasst es mich bitte wissen.

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Charlie
     
  8. #8 Strömling, 19.08.2020
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    Hallo
    Was kann man da einfetten ?- eigentlich nur das Schaltgestänge
    Aber eigentlich muss man bei solchen Aktionen die Buchsen des Schaltgestänge auseinanderbauen -dann verschlissene Buchsen neu machen und neu fetten

    Planloser Teiletausch ohne genaue Ursache bringt meist nichts

    Und wenn plötzlich Bremsflüssigkeit fehlt muss diese irgendwo austreten oder es hat sich ein Bremsbelag von der Trägerplatte plötzlich gelöst, oder ein Bremsschlauch hat eine Beule bekommen .
    Ausgetretene Bremsflüssigkeit kann sich auch noch hinter den Staubschutzmanschetten der Bremskolben sammeln



    Ich würde mein Auto am Urlaubsort nur im absoluten Notfall reparieren lassen

    MfG
     
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  9. #9 Charlie64, 19.08.2020
    Charlie64

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    Hallo, Strömling!

    Danke, dass du dich auch meines Problems annimmst.

    Das weiß ich nicht. Der Chefhat vorne, wo sich die Kupplung befindet und wo auch mein Vermieter die Kupplung eingestellt hat, etwas eingefettet. Vielleicht hat er auch nur etwas anderes gesehen, was Schmierung gebraucht hat.

    Der ganze Aufwand, den ich betreibe (Kontakt mit "meiner" Werkstatt, Vermieter [gelernter Mechaniker], Werkstatt vor Ort und Forum) dient für mich als absoluten technischen Laien ja dazu, die Ursache einzugrenzen bzw. herauszufinden. Da die Einschätzung, es könnte sich um undichte Geber-/Nehmerzylinder handeln, von den Mechanikern in AT und GR und auch hier im Forum geteilt wird, und weil es natürlich wichtig ist, die Ursache für den Flüssigkeitsverlust zu beheben, erscheint mir der erste Schritt (Tausch von Geber- und/oder Nehmerzylinder) nicht planlos. Dieses Problem muss auf jeden Falll lokalisiert und behoben werden, egal ob es die Ursache für die Schaltprobleme ist oder nicht. Im Herbst hat sehr viel gefehlt, im Moment fehlen etwa 3 - 4mm.

    Das sehe ich grundsätzlich auch so, nur bin ich glücklicherweise schon relativ früh in der Lage, einen großen Teil und heuer Covid-19-bedingt den größten Teil des Jahres im Süden zu verbringen. Meine im März für ein paar Wochen geplante Rückreise ist den Grenzschließungen und sonstigen Maßnahmen zum Opfer gefallen. Mittlerweile werden die für den Tourismus geöffneten Grenzen nach und nach wieder "geschlossen", besser gesagt: Das Einreisen aus Drittstaaten und Risikogebieten wird mit Kontrollen, Nachweisen, Quarantäne.... immer mehr unpraktikabel gemacht. Und wenn ich jetzt zurückfahre, sieht es mit einer Rückkehr nach Griechenland auf demLandweg auch eher ungünstig aus.

    Derzeit möchte ich mir die Prozeduren und stundenlangen Wartezeiten an 4 bis 5 Grenzübergängen (in jeder Richtung, je nachdem, welche Route ich nehme) bestimmt nicht antun.

    Die Werkstatt meines Vertrauens hat mir auch geschrieben, dass wegen der ungeklaren Ursache niemand sagen kann, ob ich die Fahrt bis Wien noch schaffen kann. Das Risiko, dass ich irgendwo in Bulgarien/Serbien/Nordmazedonien oder sonst wo unterwegs mit kaputter Kupplung strande, ist mir zu groß. Dann bin ich auf die gegebenen Möglichkeiten vor Ort angewiesen. Hier habe ich zumindest eine Vertragswerkstätte mit langjähriger Mazda-Erfahrung zur Verfügung. Und im Dezember/Jänner müsste ich die gleiche Reise - sofern die Grenzen dann offen sind - noch einmal machen, denn wenn in diesem Zeitraum die technische Begutachtung (TÜV) in Österreich nicht gemacht werden kann, habe ich 2 Möglichkeiten: 1. das Auto abmelden oder 2. das Auto in Griechenland einbürgern. Das müsste ich jetzt schon machen, weil das Auto in den letzten 12 Monaten deutlich länger als 6 Monate in Griechenland war. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Gruß,
    Charlie
     
  10. black6

    black6 Mazda-Forum Profi

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    Thema fetten.
    Da fällt mir spontan eigentlich nur die Kontaktstellen Nehmerzylinder zu Hebel (Getriebe) ein. Das hilft allerdings nur bei Quietschen. Bei Schwergängigkeit?
    Es gibt auch noch eine Stelle in der Kupplungsglocke, mir fällt nur nicht ein wie man das nennt. Da muss man aber blind fetten, das würde ich persönlich nicht machen.

    upload_2020-8-19_12-3-20.png
    upload_2020-8-19_12-7-11.png

    Thema Kupplung einstellen
    Sehr interessant. Da würde ich gerne mal wissen was man bei einer hydraulisch betätigten Kupplung kann? Wo hat er denn was eingestellt, im Motorraum oder in der Fahrgastzelle?
     
  11. #11 Charlie64, 19.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2020
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    Hallo, black6!

    Danke, dass auch du mir bei diesem Problem helfen möchtest. :)

    Die Bilder sehen nett aus, sagen mir aber leider gar nichts. Sorry...:oops: Der Mechaniker hat rechts vorne dort seine Hand mit dem Fett hinuntergesteckt, wo auch mein Vermieter die Kupplung eingestellt hat. Keine Ahnung, was er eingefettet hat.

    Der Vermieter hat am Sonntag mit Gabelschlüsseln sowohl im Motorraum, als auch in der Fahrgastzelle hinter den Pedalen geschraubt.

    Gruß,
    Charlie
     
  12. #12 Reigent, 19.08.2020
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    Hallo Charlie, wurde das Kupplungssystem bei der ganzen Fehlersuche auch mal entlüftet?
    Mein Kupplungssystem muss ich 2X im Jahr entlüften, ist immer Luft im Schlauch zu sehen.
    Nach längerer Standzeit am Wagen das Kupplungspedal von Hand bis zum Druckpunkt und danach nochmal drücken?
    Ist beim zweiten andrücken der Druckpunkt sofort da?
    Kilometerangabe wäre auch noch nett.
    Grüße Reigent
     
  13. #13 Charlie64, 19.08.2020
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    Hallo, Reigent!

    Danke auch dir für deinen Unterstützung.

    Nein, die Kupplung wurde nicht entlüftet. Mein Vermieter hat alles (ausprobieren, einstellen, wieder ausprobieren) nur bei abgestelltem Motor gemacht. Und in der Werkstatt wurde was auch immer gefettet, die Schaltung sowohl bei abgestelltem als auch bei gestartetem Motor und die Kupplung nach meiner Einschätzung auch auf Schleifen geprüft.

    Ich war gerade beim Auto (abgestellt seit gestern abend) und habe deinen Rat ausprobiert. Das Pedal hat beim 2. Betätigen einen Weg von rd. 0,5cm bis der Druckpunkt erreicht ist.

    Sorry wegen der fehlenden Kilometer: 165.000km
    Das ist nicht wirklich viel nach 22 Jahren, aber ich fahre in der Stadt immer nur das Nötigste mit dem Auto. Erst in den letzten 5-6 Jahren komme ich auf eine Kilometerleistung von etwa 10.000-11.000km jährlich.

    Beste Grüße,
    Charlie
     
  14. #14 Charlie64, 19.08.2020
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    Hallo, Reigent!

    Falsch!! Hier gleich auch eine Entschuldigung an alle Helfer wegen meiner falschen Formulierung. Ich habe nur das wiedergegeben, was mir mein Vermieter gesagt hat.

    Mein Vermieter hat offensichtlich nichts "eingestellt" - wie er gesagt hat, sondern die Kupplung entlüftet! Er hat im Motorraum etwas geschraubt und ich musste zwischendurch immer wieder die Kupplung mehrmals kräftig pumpen. Zum Schluss hat er auch noch in der Fahrgastzelle unter den Pedalen herumgeschraubt.

    Kann es sein, dass deshalb im Ausgleichsbehälter deshalb ein paar Millimeter fehlen?

    Beste Grüße,
    Charlie
     
  15. black6

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    Hi, hilfreich ist halt immer ein Vergleich ...... Beim 2. drücken 0,5 cm bis zum Druckpunkt. Und wie war es beim ersten drücken?
     
  16. black6

    black6 Mazda-Forum Profi

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    seit 1987 nur Mazda´s ... bis 17.08.2018
    Ja !
     
  17. #17 Charlie64, 19.08.2020
    Charlie64

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    Hallo black6!

    Sorry, beim 1. Drücken war es gleich viel. Danke für den Hinweis betreffend der fehlenden Flüssigkeit. Trotzdem muss ich das beobachten bzw. prüfen lassen, weil im Vorjahr wirklich deutlich mehr gefehlt hat und die Ursache noch nicht behoben wurde.
     
  18. #18 klaboka, 19.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2020
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    Hallo Charlie,
    ich habe mir hier Deine Geschichte und die Antworten mal durch den Kopf gehen lassen.
    Ich bin zwar kein ausgemachter Autoexperte, aber aufgrund Deiner Schilderungen kann ich nicht so ganz glauben, dass das Problem die Kupplung ist. Wie Du sagst, trennt sie sauber, rutscht nicht durch und macht auch sonst keine Zicken (Rupfen, Geräusche, Gestank?).
    Ich finde die Idee mit dem Getriebölwechsel logischer. Denn, was passiert, wenn man bei laufendem Motor und rollendem Auto (noch wichtiger als laufender Motor!) einen Gang einlegt? Die verschiedenen Drehzahlen der betreffenden Zahnräder im Getriebe müssen angeglichen (synchronisiert) werden. In dem Zusammenhang kenne ich den Begriff der "Synchronringe". Die exakte Wirkungsweise dieser Synchronisation kann ich auch nicht erklären, aber es ist ein Zusammenspiel aus Reibung, verschiebbaren Muffen und dem Getriebeöl.
    Wenn Das Öl schon lange nicht mehr gewechselt wurde, kann ich mir vorstellen, dass das kein Öl mehr ist sondern eine Mischung aus Abrieben, Dreck und verharztem Öl. Ob dann die Synchronisation noch sauber funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Und eine nicht mehr exakt arbeitende Synchronisation sollte das Einlegen der Gänge verhindern, das ist eine der Aufgaben beim synchronisierten Getriebe.
    Schau Dir mal im Netz ein paar Videos an, die Getriebesynchronisation zum Thema haben, da wird deutlicher, was ich meine.

    Das alles ist nur meine Vermutung, ich kann da falsch liegen. Wenn ja, verbessert mich.

    Grüße, Klaus

    Nachtrag:
    Ach ja, hab ich vergessen zu erwähnen. Du sagst oben, dass sich das Einlegen der Gänge verbessert, wenn Du länger gefahren bist. Auch das spricht m.E. für das Getriebeöl. Wenn das alt, verharzt und zähflüssig ist, wird es durch die Erwärmung beim Fahren dünnflüssiger.
     
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  19. #19 Charlie64, 19.08.2020
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    Hallo Klaus!

    Nach der Erkenntnis, dass der Flüssigkeitsverlust wahrscheinlich durch das Entlüften der Kupplung entstanden sein dürfte, bin ich noch mehr verwirrt und verunsichert. Damit kann man eine undichte Stelle im Hydrauliksystem für dieses Problem ausschließen, trotzdem muss ich es aber überprüfen lassen, denn irgendwie muss es ja zum hohen Verlust im letzten Herbst gekommen sein.

    Da die Kupplung lt. meinem Vermieter sauber trennt, dürfte sie auch nach deiner Meinung eher nicht die Ursache sein. Mein Vermieter ist aber mit dem Auto nicht gefahren. Der Chef in der Werkstatt ist auch gefahren und hat schlussendlich die Andruckplatte ins Spiel gebracht.

    Mein Vermieter hat mir am Sonntag den Rat gegeben, das Getriebeöl wechseln zu lassen. Nach der Aussage des Mechanikers meinte er, ich sollte vielleicht gleich alles tauschen lassen: Geber- und Nehmerzylinder, Kupplung mit allem Drum und Dran und bei der Gelegenheit auch das Getriebeöl. Das würde jedenfalls nicht schaden.

    Aber genau das, nämlich auf Verdacht eine Menge zu tauschen und unnötig Geld zu investieren, will ich ja durch meine Recherchen und hoffentlich mit eurer Hilfe vermeiden.

    Und du meinst, dieses vielleicht schon undefinierbare Gemisch im Getriebe kann die bei mir am Stand bzw. bei abgestelltem Motor auftretenden Probleme verursachen? Damit hätte mein Vermieter schon einen Mitstreiter. ;-)

    Grüße,
    Charlie
     
  20. #20 Reigent, 19.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2020
    Reigent

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    Charlie, zwei Mitstreiter. Wenn nach 90Tkm noch kein Getriebeöl gewechselt worden ist gehe ich von einer Pörre als Öl im Getriebe aus.
    Meinen ersten Ölwechsel hatte ich bei 75Tkm durchgeführt, 75w90 Getriebeöl. Vom Schalten lagen Welten dazwischen. Zweiter Ölwechsel bei ca,160Tkm, auch hier war es schon eine Plörre. Getriebe schaltet bei mir immer noch sauber in die Gänge. Also wann war der letzte Getriebeölwechsel?
    Grüße Reigent
     
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