Hey Leute (Diskussion)

Diskutiere Hey Leute (Diskussion) im Sonstiges Forum im Bereich Sachen zum Lachen; Ich habe mal eine Frage (nur Interesse). Und zwar lese ich grad das Gaffer (Schaulustige) bei einem Unfall, bestraft werden dürfen Stimmt das?...

  1. #1 Chris.K, 02.11.2016
    Chris.K

    Chris.K Mazda-Forum User

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    Ich habe mal eine Frage (nur Interesse). Und zwar lese ich grad das Gaffer (Schaulustige) bei einem Unfall, bestraft werden dürfen Stimmt das? Zählen sie nicht als Zeugen? Könnten sie nicht mit Videoaufnahmen, Fotos oder andere Sachen einen Beweis abgeben? Wie können Gaffer neue Unfälle verursachen?

    Danke und hoffentlich eine schöne Diskussion!
     
  2. #2 NeuerDreier, 02.11.2016
    NeuerDreier

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    Ein Gesetz gegen Gaffer
    Schaulustige behindern nach Unfällen oft die Rettungskräfte und stellen Videos in Netz. Das soll teuer werden.


    Von Doreen Fiedler, Mainz


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    Die Stunde der Gaffer: Nach Unfällen auf der Autobahn – wie hier 2014 auf der A3 bei Obertshausen (Hessen) – gibt es auf der Gegenrichtung gierige Blicke auf mögliche Opfer. Ein neues Gesetz soll künftig jene bestrafen, die Rettungskräfte behindern oder Bilder von Unfallopfern machen.
    © picture alliance / dpa

    Eine Frau liegt in der Mainzer Innenstadt auf dem Boden, eine Straßenbahn hat ihr das Bein abgetrennt. Schaulustige zücken ihre Smartphones und halten ungeniert drauf. „Die Menschen mussten richtig zur Seite gedrängt werden, weil sie die Rettungskräfte behindert haben“, sagt Achim Hansen vom Polizeipräsidium Mainz. „Die Frau war schneller auf Youtube als auf dem OP-Tisch.“

    Solche Szenen voller Rücksichtslosigkeit bereiten derzeit Polizisten, Notärzten und Feuerwehrleuten in ganz Deutschland Kopfzerbrechen. „Es gibt ein neues Denken. Die Menschen schauen nicht nur für ihre eigene Neugier, sondern sie nehmen Fotos und Videos auf, um zum Geschichtenerzähler zu werden – auf Kosten der Opfer“, sagt Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Dabei gehe es bei schweren Verkehrsunfällen oft um Leben und Tod.

    Die Politik versucht den sogenannten Gaffern mit einem schärferen Gesetz beizukommen. Am Freitag brachte Niedersachsen dazu eine Initiative in den Bundesrat ein. Das Behindern von Rettungskräften sowie das Aufnehmen von Unfallopfern soll demnach mit Geld- und Haftstrafen bis zu einem Jahr geahndet werden. Außerdem sollen Polizisten die Möglichkeit haben, Schaulustigen die Handys wegzunehmen. Berlin hat sich der Initiative schon angeschlossen.

    Einige Polizisten haben inzwischen keine Lust mehr, die Bevölkerung nur immer wieder sanft zu ermahnen. Sie stellen sie bei Facebook und Twitter an den Pranger. „Schämt Euch, Ihr Gaffer“, schreibt etwa die Polizei Hagen in Rheinland-Pfalz nach einem Unfall, als ein kleines Mädchen angefahren wurde. „Polizisten in der Absperrung habt ihr gefragt, ob sie mal an die Seite gehen können, damit ihr besser filmen könnt. Unfassbar!“ Die Schaulustigen hätten sogar über die weißen Tücher geschaut, welche die Feuerwehr zum Schutz des Mädchens aufspannte. „Das ist wirklich der Gipfel der Skrupellosigkeit.“

    „Wer Feuerwehreinsätze behindert, ist an Dummheit nicht mehr zu übertreffen“, schreibt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, auf seiner Facebook-Seite. Richtig wütend machen ihn Vorfälle wie in Bautzen, als eine grölende Menge einen Feuerwehreinsatz an einem Flüchtlingsheim behinderte. Er möchte mit seinen Aussagen die Menschen bei der Ehre packen, sagt er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Denn niemand lässt sich durch ein schärferes Gesetz davon abhalten zu gaffen.“

    Er könne die Empörung nachvollziehen, sagt der Kommunikationswissenschaftler Oliver Quiring von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. „Aber das ist nicht die Sachlichkeit, die ich von der Polizei erwarte.“ Er hoffe allerdings, dass die emotionalen Nachrichten dazu führen, dass die Gaffer ihr Verhalten peinlich finden - und vielleicht unterlassen. Auch könne es der Polizei dabei helfen, mehr Rückhalt in der Bevölkerung zu finden.

    Mehr Personal am Unfallort


    Als ein 85 Jahre alter Fahrradfahrer in Rheinland-Pfalz starb, während zahlreiche Menschen filmten, fragte die Polizei von Mainz an die Adresse der Gaffer: „Habt Ihr wirklich nichts anderes im Kopf?“ Polizeisprecher Hansen meint, mit diesem Post hätten sie allein bei Twitter 1,3 Millionen Nutzer erreicht. Die Rückmeldungen auf Facebook seien fast überwiegend positiv gewesen. „Ich gehe stark davon aus, dass wir so etwas wieder machen“, sagt er.

    Zwangsläufig sind oft auch die Polizisten selbst auf den Bildern und Videos zu sehen. „Da wird man als Person gefilmt. Damit muss man erst mal klarkommen“, sagt Jürgen Stadter, Polizeioberkommissar Bayreuth-Stadt. In Achern in Baden-Württemberg machte jüngst ein Autofahrer nicht für einen Rettungswagen Platz. Als die Ärztin ausstieg und zu dem Fahrer ging, versuchte dieser, sie zu schlagen.

    Polizei und Rettungskräfte würden immer häufiger in ihrer Arbeit behindert, sagt der GdP-Vorsitzende Malchow. „Wir merken jetzt schon, dass wir mehr Personal am Unfallort brauchen, um den Bereich abzusichern, damit die Kollegen, die eigentlich den Unfall aufnehmen, ungestört arbeiten können.“ Da bliebe keine Zeit mehr dafür, die Kennzeichen der Autofahrer aufzuschreiben, die extra langsam vorbeifahren, um Handyvideos zu machen.

    Alex Talash ist dauernd an Unfallorten, für den Blaulichtreport Hagen verkauft er Fotos und Videos an TV-Sender und Zeitungen. „Wir warten mit der Information, bis die Angehörigen eines Unfallopfers verständigt sind“, sagt er. Andere jedoch laden innerhalb von Sekunden Videos hoch. Einmal, sagt Talash, hätten Eltern den tödlichen Unfall ihres Kindes auf Facebook gesehen, ehe die Polizei vor der Tür stand.

    Ein anderes Mal war Talash zugegen, als die Polizei wegen der vielen Gaffer einen Hund einsetzen musste. Zahlreiche Schaulustige hätten in das Auto hineinfotografieren wollen, das sich überschlagen hatte, sagt er. „Zufällig war ein Hundeführer am Unfallort. Der Polizeihund war nötig, um die Menschen zurückzuhalten. Worte reichten nicht aus.“ (dpa)

    Strafen für Gaffer am Unfallort
    Die Strafen für Gaffer fallen, je nach Vergehen, unterschiedlich aus.

    Verstoss Sanktion
    Gaffen bei Verkehrsunfällen 20 € bis 1000 € Bußgeld bzw. Geldstrafe
    - bei massiver Behinderung von Polizei und Rettungskräften bis zu 5.000 € Geldstrafe
    Behinderung der Rettungskräfte durch Befahren oder Halten auf dem Seitenstreifen 20 € bis 25 € Bußgeld
    Unterlassene Hilfeleistung Freiheitsentzug bis zu einem Jahr oder Geldstrafe
    Fotos oder Videos der Unfallopfer anfertigen Freiheitsentzug bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe
    [​IMG]
    Gaffer können auch der unterlassenen Hilfeleistung beschuldigt werden, wenn sie die Rettungskräfte nicht informieren.
    Es wird in erster Linie beurteilt, wie stark die Behinderung ist, die von schaulustig herumstehenden Personen ausgeht. Sobald Smartphones ins Spiel kommen, die zu Zwecken der Dokumentation eingesetzt werden, schnellen die Strafen empfindlich in die Höhe. Dies gilt vor allem dann, wenn das Material später über das Internet verbreitet wird. Ein Sonderfall tritt ein, wenn Personen als erste Zeugen den Unfallort lieber begaffen, als Hilfestellung zu leisten. Sie sind in solchen Fällen stets verpflichtet, die Notrufnummer zu wählen und gegebenenfalls die Polizei zu informieren!

    Erst letztes Jahr sind vor mir auf der Autobahn 4 Wagen ineinander gekracht, weil sie sich wegen eines Unfalls auf der Gegenfahrbahn haben ablenken lassen. Da dies in einer Baustelle geschah, mussten wir dann fast 3 Stunden wegen diesen Idioten im Stau stehen. Und als alter Feuerwehrmann kann ich ein Liedchen davon singen, was bei Verkehrsunfällen so alles abgeht.

    Also meinetwegen können die Strafen nicht hoch genug sein.
     
  3. #3 Skyhessen, 02.11.2016
    Skyhessen

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    Pah ... Gaffer! :neeee: Da bäumen sich bei mir die Fußnägel auf!
    Der verlinkte Artikel geht ja auf die Hauptgründe ein, wobei
    - wenn es nach mir ginge, müssten "Behinderer" mit 1000€ Geldstrafe belangt werden, bloße "Rumsteher" mit einem Verwarnungsgeld.
    "Echte Zeugen", die unmittelbar die Entstehung des Unfalls mitbekommen haben oder mit involviert waren, natürlich ausgenommen (und irgendwo müssen sie ihr Auto ja auch hinstellen am Straßenrand).
    Ganz schlimm finde ich die vorbeifahrenden (vorbei schleichenden) Gaffer. Selbst auf der Gegenseite der Autobahn wird das Tempo extrem verlangsamt, zum Gaffen oder gar für einen "schnellen Klick" mit dem Handy. Dadurch entstehen zusätzlich gefährliche Unfallsituationen und unnötige Staus. Auch diese Leute müsste man sich herauspicken können und mit einer Geldbuße bestrafen. In der Praxis wird dies leider aber nicht machbar sein. Ich finde es Unmöglich, dieses sensationsgierige Verhalten solcher Mitmenschen.
     
  4. #4 Gladbacher, 02.11.2016
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    Bei Unfällen werden nun ja inzwischen Sichtschutzwände aufgebaut um Gaffer abzuwehren! Das bedeutet einen Mehraufwand und verlorene Zeit bzw. personellen Mehraufwand für die eigentliche Rettung. Die Gaffer werden dann die ersten sein, die sich darüber mokieren, dass "alles viel zu lange dauert"...
    Der Knüller war eine Meldung in der letzten Woche, als bei einer Brandbekämpfung im Norden (Timmendorfer Strand wenn ich nicht irre) ca. 150 freiwillige Feuerwehrleute im Einsatz waren. Die Anwohner stellten für diese Freiwilligen Verpflegung abseits des Geschehens bereit - und die Gaffer haben es den Helfern weggefressen! Nicht einmal nach Aufforderung haben diese Idioten davon abgelassen...das muss man sich mal vorstellen!

    Timmendorfer Strand: Gaffer futtern Feuerwehr die Brötchen weg | Welt

    Also: Strafen können eigentlich nicht hoch genug sein!
     
  5. #5 Chris.K, 02.11.2016
    Chris.K

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    Naja, ich bin auch der Meinung, das man die Gaffer bestrafen sollte, sei es mit einem Bußgeld. Aber im praktischen ist es wirklich schwer. Man müsste mehr Personal einstellen und die Gaffer (die im Auto schnell mal paar Fotos machen) erwischen.
    @Gladbacher
    am besten wäre noch ein paar Kisten Bier für die Gaffer... dann wäre es echtes Kino!
     
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