Diesel vs. Benzin

Diskutiere Diesel vs. Benzin im Mazda allgemein Forum im Bereich Allgemeine Diskussionen; Hi, haben uns gerade nen Mazda 5 2.0 CD zugelegt, aber beim Blick an die Tankstellen kommen mir langsam Zweifel ob das die richtige...

  1. semtex

    semtex Neuling

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    Hi,

    haben uns gerade nen Mazda 5 2.0 CD zugelegt, aber beim Blick an die Tankstellen kommen mir langsam Zweifel ob das die richtige Entscheidung war.:?:

    Wie geht ihr als Dieselfahrer der Zukunft entgegen, ich schaue da nicht nur auf den Unterhalt sondern auch auf den Wiederverkaufswert :!:

    Bitte gebt mal euren Senf dazu, vielleicht gibt es hier ja auch nen Ölmarktspezialisten für ne Prognose.

    MfG
    Semtex
     
  2. #2 wirthensohn, 21.05.2008
    wirthensohn

    wirthensohn Mazda-Forum Profi

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    Nachdem, was ich vorhin in den N24-Börsennachrichten gesehen habe, wird ein Anstieg des Rohölpreises von derzeit über 120 US$ je Barrel (159 Liter) auf kurzfristig 150$ und in Kürze auf bis zu 170$ bis 190$ erwartet. Zum Vergleich: um diese Zeit vor drei Jahren waren es noch knapp 40$. Da können allerdings die Regierung und die Versorgungskapazitäten nichts dafür, das kommt alleine durch Spekulanten zustande. Und die spekulieren sich mit Rohöl momentan richtig in Extase.

    Obendrein wird erwartet, dass die Weltwirtschaft und damit auch die US-Wirtschaft in Kürze wieder in Gang kommt. Da das aber bedeutet, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro wieder erstarkt, sollten wir uns besser schonmal auf Literpreise um die 2 Euro gefasst machen.

    Da hinzu kommt, dass die Kapazitäten für Diesel knapper werden, wird der Liter Diesel in absehbarer Zeit noch näher an den Preis für Super heran rücken. Während der Pfingstfeiertage lag der Dieselpreis ja in einigen Regionen schon wieder über dem Benzinpreis.

    Fachleute gehen davon aus, dass das mittelfristig zum Dauerzustand wird. Bedenkt man dann noch, dass Diesel-Autos höhere KFZ-Steuern, höhere Versicherungsbeiträge und höhere Wartungskosten haben, kann man den Diesel-Kauf durchaus als Fehlentscheidung betrachten.

    Ich jedenfalls bin heilfroh, mich vor 7 Jahren gegen einen Diesel und für einen Benziner entschieden zu haben. Dank Autogas-Umrüstung könnte ich derzeit selbst mit dem sparsamsten Diesel-Kleinwagen kaum fahren...

    Gruß,
    Christian
     
  3. Plasma

    Plasma Mazda-Forum Profi

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    Zur Zeit halte ich einen Diesel auch für eine Fehlentscheidung. Ich würde sagen, dass der Diesel so ziemlich ausentwickelt ist. Beim Benziner ist da aber durchaus noch potential, was den Verbrauch betrifft.

    Wobei sich Mazda da nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Da gibt es andere Hersteller, die das schon wesentlich besser machen.

    Eigentlich wollte ich mir demnächst auch einen Diesel holen, was ich mir aber angesichts der aktuellen Entwicklungen lieber verkniffen hab. Allgemein hab ich mich dazu entschlossen, den kauf eines neuen Wagens um 3 Jahre zu verschieben. Momentan ist es einfach zu unsicher, sich auf irgendwas festzulegen. Ich hoffe, dass sich in 3 Jahren hinsichtlich alternativer Energien was entwickelt bei den Autobauern. Autogas oder noch lieber Elektro mit Serienreife würde mir da schon zusagen. Man muss halt einfach abwarten, was da noch so kommt. Dass es kommt und auch kommen muss, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. In absehbarer Zeit sind die Ölvorkommen aufgebraucht und es werden immer weniger neue Ölfelder gefunden.

    Es ist klar, dass es für den Benzinpreis nur noch eine Richtung gibt. Welche das ist, brauch ich glaube ich nicht zu erwähnen. Momentan gibt es einige Faktoren, die den Rohölpreis ständig steigen lassen. Auch zu denken, dass der Benzinpreis demnächst mal auf einem Level bleibt, ist völlig illusorisch.

    Ein gutes hat das ganze dann allerdings. Eine nachträglich eingebaute Gasanlage hat sich nicht nach 3 Jahren amortisiert, sondern schon nach einem Jahr :megalach:

    Gruß
    Plasma
     
  4. #4 wirthensohn, 22.05.2008
    wirthensohn

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    Damit scheinst Du durchaus recht zu haben und Deine Annahme deckt sich voll mit der Meinung von Fachleuten. Ich sehe das auch so: der Diesel ist kurz vor dem Ende seiner Entwicklung angelangt, während im Benziner noch enorm viel Entwicklungspotenzial vorhanden ist.

    Während sich beim Diesel konzeptbedingt nicht mehr viel ändern kann, stehen beim Benziner gerade einige grundlegende Revolutionen vor dem Durchbruch. Man nenne nur mal die Benzindirekteinspritzung, die (Mehrfach-) Aufladung, die einfache Hybridisierung über Startergenerator (ersetzt Lichtmaschine, Anlasser und bringt Bremsenergierückgewinnung) und ganz besonders den völligen Entfall einer Drosselklappe (siehe BMW's VANOS).

    Auch das Downsizing (kleinerer Hubraum und geringerer Verbrauch, trotzdem mehr Leistung) kann beim Benziner bis zum Exzess betrieben werden, während die Größe des Brennraums beim Diesel konzeptbedingt nicht beliebig verkleinert werden kann.

    Der Diesel hat derzeit nur noch den etwas geringeren Verbrauch als Vorteil gegenüber dem Benziner, aber dieser Vorteil schrumpft mit jeder neuen Benziner-Generation rapide. Ansonsten bringt der Diesel nur Nachteile mit:

    - aufwändiger und teurer in der Entwicklung
    - aufwändiger und teurer in der Produktion
    - durch die hohen Drücke deutlich größer, massiver und schwerer
    - deutlich aufwändigere Abgasreinigung
    - höherer Schadstoffausstoß, besonders bei nicht gesetzlich reglementierten Schadstoffen
    - Feinstaub-Emissionen, da hilft der beste Partikelfilter nichts
    - Diesel-Treibstoff ist teurer in der Herstellung und wird außer in USA und der Schweiz steuerlich subventioniert

    Ich werde den nächsten Autokauf auch noch möglichst lange hinauszögern. Denn derzeit steht ein Umbruch bevor und die ersten Ansätze für richtige Hybride (reiner Elektroantrieb, Verbrennungsmotor nur für Stromerzeugung) sind im Anrollen.

    Und wenn man sich den demnächst auf den Markt kommenden Tesla Roadster betrachtet, kann man mit breitem Grinsen zum Öko-Fuzzi werden: man nehme einen Opel GT / Lotus Elise Mischmasch, verpasse ihm 6800 "Notebook-Akkus" und einen 250 PS Elektromotor mit 280 Nm Drehmoment (und zwar immer, egal bei welcher Drehzahl) und löse die hinteren Breitreifen ohne Möglichkeit der Gegenwehr in Rauch auf und das bei 400 km Reichweite und ohne Schadstoffe. Bei dem Auto sieht man den Tankwart nie wieder, aber den Reifenhändler recht häufig.

    Bei maximal Tempo 210 und in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 kann ein Öko-Auto sicher Spaß machen. Da darf man sich auf die automobile Zukunft freuen. Haken: der Spaß kostet erstmal 100.000 Dollar und ist leider für die nächsten zwei Jahre schon ausverkauft :(

    Gruß,
    Christian
     
  5. knotti

    knotti Guest

    Ich hatte mich kürzlich beim 5er auch für Benzin entschieden. Dienstlich fahre ich Diesel. Das einzige, was meiner Meinung nach für Diesel spricht, ist der Fahrkomfort durch das hohe Drehmoment. Privat würde ich aber auf keinen Fall das finanzielle Risiko eines modernen Diesels eingehen. Wenn man sich diese Technologiemonster unter der Motorhaube ansieht und dabei noch die Materialbelastung beachtet, kann man schon ins Grübeln kommen (was würde es mich kosten, wenn....).
    Wenn man beim Diesel ALLE Kosten, auch die ggf. höheren Werkstattkosten dem Benziner gegenüber setzt, muß man schon fast Tag und Nacht fahren, um mit dem geringeren Verbrauch einen Vorteil einzufahren.

    knotti
     
  6. semtex

    semtex Neuling

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    Dass trifft alles so in etwa meine Gedanken bezüglich der Zukunft des Diesels, also auch erstmal meiner...

    Ein kleiner Lichtblick könnten neue Kraftstoffkonzepte wie Sundiesel® sein,
    zur Abwechslung auch mal mit einer scheinbar besseren Ökobilanz gegenüber anderen erneuerbaren Kraftstoffen.

    Allerdings glaub ich auch nicht an Weltverbesser sonder an eine Firma die Geld verdienen will, daher läst dich noch nicht abschätzen wie dieses Konzept den Markt beeinflussen wird.
     
  7. semtex

    semtex Neuling

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    !!!! Doppelpost, bitte löschen !!!!


    Dass trifft alles so in etwa meine Gedanken bezüglich der Zukunft des Diesels, also auch erstmal meiner...

    Ein kleiner Lichtblick könnten neue Kraftstoffkonzepte wie Sundiesel® sein, zur Abwechslung auch mal mit einer scheinbar besseren Ökobilanz gegenüber anderen erneuerbaren Kraftstoffen.

    Allerdings glaub ich auch nicht an Weltverbesser sonder an eine Firma die Geld verdienen will, daher läst dich noch nicht abschätzen wie dieses Konzept den Markt beeinflussen wird.
     
  8. #8 andimaze, 22.05.2008
    andimaze

    andimaze Stammgast

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    Egal, was in Zukunft ist: Im Vergleich zum Benziner finde ich den Diesel einfach viel viel Cooler, es ist einfach stark mit 2000 Umdrehungen im 6. Gang zu gleiten und zu wissen, da geht noch was....

    Wer an die 3 cent pro Liter denkt, kann sich ja auch einen Lupo kaufen...

    Ich bereue meine Entscheidung jedenfalls nicht.

    Der Markt bietet ja auch soviel Möglichkeiten, jeder kann sich das Auto kaufen, dass zu ihm passt, nur sollte man sich vor dem Kauf überlegen.
     
  9. #9 Takahara, 22.05.2008
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    Heute um ca. 13:15 Uhr an der Tanke !!!

    Super : 1,52 €

    Diesel : 1,53 €

    Gut, dass ich mich vor 1 Jahr wieder für einen Benziner entschieden habe !

    Und ich kenne jede Menge Leute die sich schon seit Monaten in den Ar... beissen, weil sie sich einen Diesel gekauft haben !

    MfG, Takahara
     
  10. #10 der_joerg, 22.05.2008
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    Ich muss den meisten von euch voll und ganz Recht geben.

    Und bereue meine Entscheidung auch keineswegs, mir im letzten Jahr 'nen Benziner geholt zu haben, als die momentane Entwicklung bereits abzusehen war.

    Das Auto hab' ich seit Dezember, hab' aber schon im Juni angefangen, mich mit dem Kauf zu beschäftigen.
    Und da kam ich dann doch nach dem Rechnen ins Grübeln.

    Ich hatte damals alle Eventualitäten berücksichtigt: höhere Steuern des Diesels, höhere Versicherungsprämien, höhere Wartungskosten und habe versucht, die gegen den Mehrverbrauch des Benziners aufzurechnen.

    Ich bin damals auf eine Laufleistung von 24.000km p.a. gekommen, ab der ich mit dem Diesel gegenüber dem Benziner sparen würde, zu der Zeit lag der Unterschied zwischen Diesel und Benzin noch bei 18 Cent zugunsten des Diesels.
    (In den Spareffekt war der höhere Kaufpreis der Diesels noch nicht mit einberechnet).

    Ich denke, dass die momentane Situation ein echter Höchststand ist, der wie ihr sagt nur durch Spekulation hervorgerufen, auch wieder abklingen wird.
    Dennoch bin ich aber auch der Meinung, dass auf lange Sicht nix bedeutend billiger werden wird.

    Es fehlt einfach mal ein großer Knall in Deutschland, sodass sich alle, die diese Thematik betrifft, mal richtig gerade machen.

    Spekulationen hin oder her, solang zwei Drittel meiner Tankrechnung ins Staatssäckel fließen, weiß ich, dass da durchaus noch Spielraum für die Regierung bleibt, in die derzeitige Marktpreisentwicklung einzugreifen.
    (schließlich ist in DE die soziale Marktwirtschaft im GG verankert)

    Überlegt euch das mal, eure Tankrechung könnte sich dritteln!

    Angesichts des tollen Vorhabens, die Autos nach CO2-Ausstoß zu besteuern, haben wir das Ende der Fahnenstange wohl noch lang nicht erreicht.

    Ich persönlich wäre sogar mit Kfz-Steuern von 500,- EUR einverstanden, wenn das die gewünschte steuerliche Entlastung an der Zapfsäule bringen würde.

    Aber bis es soweit ist, fehlt einfach noch der große Knall!

    Gruß an alle, die sich den Spaß am Autofahren nicht nehmen lassen.
    Jörg
     
  11. #11 Cruiser, 22.05.2008
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    Hallo Christian,

    Ausser den Schadstoffen, die bei der Stromerzeugung zur Ladung der Akkus entstehen. Von der Produktion der Akkus und deren Haltbarkeit mal ganz abgesehen;)
     
  12. #12 wirthensohn, 22.05.2008
    wirthensohn

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    Der Einwand ist berechtigt. Allerdings muss man auch bedenken, dass die nötige Leistungselektronik und der Elektromotor einen Gesamtwirkungsgrad von rund 95% haben (Zahlen stammen vom aktuellen Prius), gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotorkonzepten mit Getriebe, die im Idealfall (optimaler Drehzahl-/Lastbereich) auf 25% kommen.

    Die Ökobilanz von Elektrofahrzeugen wird hierzulande leider durch den noch immer intensiven Einsatz von Kohle zur Stromerzeugung verschlechtert. Wo immer der nötige Strom aus Atomkraftwerken stammt, ist die Gesamtökobilanz ordentlich. Leider haben Atomkraftwerke aber wiederum anderweitige Gefahrenpotenziale... :(

    Bis zur Serienreife von tragbaren Fusionsreaktoren wären rein elektrisch betriebene Autos, die ihren Strom überwiegend aus Großkraftwerken beziehen, jedoch die ökologischste Fortbewegungsmethode ;)

    Gruß,
    Christianbis zu
     
  13. #13 andimaze, 22.05.2008
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    Also bei Atomkraft kann man wohl kaum von sauberer Energie reden. Schon gar nicht in Deutschland, wo es keine Aufbereitungsanlagen gibt und diese sind auch sehr umstritten, wenn man beachtet, dass Millionen Liter radioaktiver Flüssigkeit ins Meer geleitet wird und das Leukämierisiko sehr hoch ist.

    Danahc müssen wir uns noch über das nicht aufbereitbare Material unterhalten, dass erst in einigen tausend Jahren nicht mehr strahlt.

    Wer kann die Sicherheit für Mensch und Umwelt schon für tausende von Jahren im Voraus gewährleisten??? Es gibt auf der Erde nur wenige Möglichkeiten eine Endlagerung für diesen Zeitraum zu gewährleisten - in Deutschland schon mal gar nicht.

    Doch Politik und Wirtschaft lenken geschickt von diesen Problemen ab und so glauben die meisten Menschen hier gehe es nur um Supergau und Wahrscheinlichkeiten einer Kernschmelze... die ja - zumindest in Deutschland - gering sind. Was mit den Brennstäben passiert, wird vergessen und die Menschen glauben tatsächlich Atomkraft ist sauber.

    Ich kann nur hoffen, dass die meisten von Euch hier nicht blenden lasst.

    Gut, dass ist hier ein Autoforum - aber wenn hier behauptet wird, Atomkraft ist ja ganz okay - sorry, da geht mir der Gaul durch!
     
  14. #14 wirthensohn, 22.05.2008
    Zuletzt bearbeitet: 22.05.2008
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    Immer mit der Ruhe Andreas. Ich habe der Atomkraft ganz sicher keine Generalabsolution erteilt. Und die Gefahren sind mir bekannt. Perfekt ist auch diese Energieform nicht - genau so wenig, wie die Anderen. Rein auf die Ökobilanz geschaut, ist es aber faktisch derzeit die sauberste Möglichkeit, Strom in riesigen Mengen zu erzeugen. Dass der Kram dann irgendwo hin muss und vielleicht auch aufbereitet werden müsste, weiß ich sehr wohl.

    Welche Alternativen bleiben also? Die nächsten 50 Jahre munter Öl mit minimalen Wirkungsgraden zu verheizen und damit die Umwelt zu vernichten, bis kein Öl mehr in der Erde steckt? Kohle zur Stromerzeugung zu verbrennen und damit Schadstoffe und CO2 in die Umwelt zu pusten in Mengen, die völlig unzumutbar sind? Woher soll es also kommen?

    Fakt ist: die Technik, mit der wir aktuell herum fahren und die wohl konzeptbedingt nie über Wirkungsgrade über 30% kommen kann, ist nicht mehr lange tragbar. Die steigenden Kosten werden das Problem und ganz nebenbei die Frage, ob Diesel oder Benzin, sowieso mittelfristig auf marktwirtschaftlichem Weg lösen.

    Es bleibt langfristig nur der rein elektrische Antrieb. Die Technologie ist ausgereift und die Energiespeicher sind jetzt auch in brauchbarer Form marktfähig. Aber die Energie muss irgendwo her kommen. Aber bitte nicht aus Kohle. Damit habe ich nun wieder ein ganz gewaltiges Problem. Und an der Stelle wird's auch schon eng.

    Wer also will freiwillig auf jegliche Form der Mobilität verzichten?

    Ganz nebenbei: Kohle, Erdgas und dergleichen sind fossile Energieträger und irgendwann aufgebraucht. Und dann? Die Kernfusion als Energieerzeuger der Zukunft ist derzeit noch ein Hirngespinst und wohl auch nicht wirklich so viel besser als Atomkraft und auf Wasserstoff zu setzen, wäre ja nun der total Umwelt-GAU.

    Gruß,
    Christian
     
  15. #15 andimaze, 22.05.2008
    andimaze

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    Hi Christian,

    ich wollte nur nicht dass der Eindruck erweckt wird, Atomkraft sei sauber.

    Es gibt eine Menge alternative Formen der Energiegewinnung. Doch man kann sich ausrechnen wer bei der Aufrechnung Wirtschaftlichkeit/Kosten gegen Umwelt/Natur den kürzeren ziehen wird. Die Frage muss lauten, können wir es uns noch erlauben, die Natur immer weiter auszubeuten und das ökologische Gleichgewicht aufs Spiel zu setzen?

    Ich bin nun wirklich kein "Öko", aber ich meine unsere Gesellschaft kann noch ein paar Jahre so weitermachen, und alles aus der wirtschaftlichen Perspektive betrachten, nach dem Motto "nach uns die Sintflut" (und dazu gehört auch, Brennstäbe zu verbuddeln ;-) , oder wir schlagen endlich einen vernünftigen Weg ein, der nachhaltig ökologisch ist, und das wird auf Dauer sicherlich am wirtschaftlichsten sein.

    Wie gesagt, ich bin selbst kein Engel, schon gar nicht, da ich Mazda fahre, aber die großen Veränderungen können sowieso nur durch eine globale Richtungsgebung (USA, China, Europa, Vereinte Nationen...) erfolgen. Aber das ist wohl (noch) illusorisch.
     
  16. #16 andimaze, 22.05.2008
    andimaze

    andimaze Stammgast

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    Ach ja, am Samstag ist hier im Ort Weinfest, wenn Du Lust hast, können wir das bei einem Weinschorle ausgiebig diskutieren ;-)
     
  17. Jonni

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    Mineralölsteuer abschaffen oder reduzieren? Warum? Damit noch mehr von dem kostbaren Rohstoff durch den Auspuff verfeuert wird? Nein, völlig falsch! Die Kfz-Steuer muß abgeschafft und auf die Mineralölsteuer drauf gelegt werden. Es muß doch so sein, dass diejenigen, die die Straßen und den endlichen Rohstoff Öl mehr als andere nutzen, auch mehr zahlen. Oder etwa nicht? Sollen diejenigen, die ein Großteil ihrer Fahrten schon umweltfreundlich erledigen, für diejenigen mitzahlen, die den Schuß immer noch nicht gehört haben? Wir wissen doch alle seit der ersten Ölkrise in den 70er Jahren und den Veröffentlichungen des Club of Rome, dass es so nicht weitergeht. Und was in den vergangenen 30 Jahren geschehen. Nichts, oder kaum etwas. Augen zu und durch. Lupo 3 ltr.. Wer wollte denn diesen Quatsch kaufen? Nein, lieber V8, V10, V12 oder Wankel, die richtig saufen, aber mir die Bestätigung geben, was für ein toller Hecht ich bin. Jetzt präsentieren uns eben die Ölproduzenten und deren Gehilfen die Rechnung. Zahlen müssen wir sie nun alle, ob wir wollen oder nicht. Meine Meinung.

    CU
    Jonni
     
  18. #18 Planet, 23.05.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.05.2008
    Planet

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    So ein quatsch !
     
  19. #19 wirthensohn, 23.05.2008
    wirthensohn

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    Hier mal was zum Thema:

    Quelle: http://www.autobild.de/artikel/dieselpreise-bleiben-hoch_704923.html

    Gruß,
    Christian
     
  20. #20 BigBoymann, 03.06.2008
    BigBoymann

    BigBoymann Mazda-Forum User

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    Jetzt aber mal ganz kurz stopp!

    Möchte mich jetzt nicht unbedingt in die Benzinpreisdisussion einmischen. Denke da wird eines Tages auch die Bundesregierung gegensteuern müssen um die Preis zumindest einen kleinen Schritt nach untern anzupassen, denn zur Zeit verdienen die sich ja ne goldene Nase.

    Aber wer sagt denn, dass der Diesel am Ende angelangt ist???? Ich kann mir kaum vorstellen. Denn gerade fängt doch erst die Welle der DieselSportler an, welche Autos fahren denn in den großen Serien mit, mittlerweile immer mehr Diesel. Ich denke allerdings generell, dass heutige Motoren auf Benzinbasis, auch Dieselbasis das Ende noch in unserer Zeit erleben werden. Ich denke das Thema ist abgeschlossen, auch Gasmotoren werden das nicht ändern, es ist nunmal ein begrenzter fossiler Brennstoff.

    Aber wie gesagt, denke eher, dass Benziner, da immer einen Schritt vorraus (und doch schlechter) dem Ende näher sind, auch wenn die Dieselpreise gleichsind.
     
Thema:

Diesel vs. Benzin

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