Mazda6 (GJ) Bremsen schlechter nach Austausch ABS Hydraulikeinheit?

Diskutiere Bremsen schlechter nach Austausch ABS Hydraulikeinheit? im Mazda6 und Mazda6 MPS Forum im Bereich Technikbereich: Die neue Zoom-Zoom Generation; Moin zusammen, ich bin seit Oktober stolze Besitzerin eines gebrauchten Mazda 6 GJ. Leider hat das gute Stück bisher mehr Zeit in der Werkstatt...

  1. #1 Shannon, 21.02.2018
    Shannon

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    Moin zusammen,
    ich bin seit Oktober stolze Besitzerin eines gebrauchten Mazda 6 GJ.
    Leider hat das gute Stück bisher mehr Zeit in der Werkstatt verbracht als bei mir. :(

    Folgendes Fehlerbild ab Tag 2: ABS Kontrollleuchte, Reifendruckkontrolleuchte und TCS Off dauerhaft an.
    Zunächst wurde das Airbagsteuergerät gewechselt. Ohne Erfolg. Anschließend die ABS Hydraulikeinheit.
    Im Zuge der Arbeiten wurde auch die Rückrufaktion zur Handbremse bearbeitet.
    Nach Abschluss der Arbeiten sind zwar alle Kontrollleuchten aus, aber ich habe das Gefühl, dass seitdem die Bremsen deutlich schlechter sind.

    Ich habe das schlechtere Greifen der Bremsen bei der Werkstatt angesprochen.
    Der Widerstand ist höher und ich kann das Pedal nicht mehr soweit durchtreten wie vorher - als würde die Wirkung nicht direkt sondern irgendwie verzögert eintreten. Hat ein bißchen was von einem alten Wagen ohne Bremskraftverstärker.
    Der Servicetechniker vom Freundlichen sagt, es könne sein, dass die Wirkung jetzt schlechter ist, weil ja das ABS dazu ist, dass die Bremsen nicht blockieren!?
    ich habe von Autos nicht die meiste Ahnung, aber dass die Bremsen mit jetzt einwandfreier ABS Steuer- und Hydraulikeinheit weniger effizient sind als ohne, kommt mir spanisch vor.
    Ich könne aber bei Gelegenheit zur Probefahrt vorbeikommen.
    Habe das auf morgen gelegt, da Bremsen essentiell für die Sicherheit sind.

    Fragen an euch:
    a) Gehört eine Probefahrt nach Arbeiten an der Bremsanlage nicht standardmäßig dazu?
    b) Kann die Bremsleistung mit funktionierendem ABS schlechter sein als ohne?
    Ich spreche nicht von 200km/h und auf 0km/h runterbremsen, sondern normalen innerstädtischen Berufsverkehr bis 60km/h. Scheiben und Belege sind in Ordnung, werden auch nicht unnatürlich oder deutlich unterschiedlich heiß.

    Wäre klasse, wenn jemand einen Tipp für die Probefahrt morgen hat, denn ich fürchte, mit "Sie bilden sich das ein" abgespeist zu werden.

    [PS
    Ich bin vorher einen 323F BA gefahren und kenne es, wenn man schon dann ans Bremsen denken muss, wenn andere nochmal kurz Gas geben.
    Nachdem ich meinen 6er vom Händler nach Hause gefahren habe, hab ich mich über zwei Dinge am meisten gefreut:
    1. Es passiert was, wenn man das Gaspedal betätigt.
    2. Die um Welten besseren Bremsen, die grad im morgendlichen Berufsverkaufschaos Gold wert sind.]
     
  2. #2 Schrauberopa, 21.02.2018
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    Das kommt mir auch spanisch vor, und zu der von Dir zitierten Einlassung des Service-Mitarbeiters möchte ich mich lieber nicht äußern...

    Das ABS hat mittlerweile ja eine ganze Menge Funktionen zu erfüllen - beim Bremsen geht es bekanntlich darum, das Blockieren der Räder zu verhindern.
    Du berichtest hier aber nicht von wilden Bremsmanövern, sondern von ganz normalen Bremsvorgängen im Stadtverkehr, bei denen die Räder weit davon entfernt sind, in den Blockierbereich zu geraten. Damit braucht aber auch das ABS gar nicht tätig werden, sondern Dein Auto bremst so wie ein ganz normales Fahrzeug mit Zweikreis-Bremssystem, das gar kein ABS hat - das ABS-System "schläft und gähnt" und kann deshalb auch gar keinen Einfluss auf die Bremsleistung nehmen (es sei denn, die Hydraulik-Einheit ist kaputt und die Magnetventile darin sind im Ruhezustand nicht in ihrer vorgesehenen Stellung - aber das wollen wir bei einem durch die Werkstatt eingebauten Neuteil doch wohl nicht hoffen...).

    Ich steige deshalb mal bei der Schilderung Deines Gefühls ein, das Bremsen würde Dich ein wenig an ein altes Auto ohne Bremskraftverstärker erinnern:
    Ich würde hier tatsächlich mal den Bremskraftverstärker auf Wirkung prüfen, denn möglicherweise ist bei den Arbeiten der Unterdruck-Anschluß beeinträchtigt worden. Ich zitiere mal Wikipedia zur Prüfung des Bremskraftverstärkers:
    "Die Funktion des Bremskraftverstärkers wird wie folgt geprüft: Motor abstellen, Bremspedal mehrmals betätigen, bis ein starker Widerstand spürbar wird, also der noch im System vorhandene Unterdruck "verbraucht" ist. Bremspedal getreten halten, Motor starten. Wenn das Bremspedal nun nachgibt, ist der Verstärker in Ordnung. Eine undichte Membran erkennt man, wenn man bei getretener Bremse den Motor abschaltet. Kommt das Pedal nach kurzer Zeit gegen die Beinkraft nach oben, ist die Membran undicht."

    Probier das mal, bevor Du morgen früh losfährst.

    Und ja: Nach Arbeiten am Fahrzeug - insbesondere an sicherheitsrelevanten Teilen wie Lenk- und Bremsanlage - gehört selbstverständlich eine Probefahrt zu den Aufgaben der Werkstatt; das Unterlassen wäre grob fahrlässig!

    Ich hoffe, das Problem wird zu Deiner Zufriedenheit gelöst werden.

    Gruß Wolfgang (Schrauberopa)
     
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  3. #3 Shannon, 22.02.2018
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    Ahoi Wolfgang,
    dank dir für deine Antwort.
    Das "aufgepumpte" Pedal ist bei Motorstart genauso träge wie beim Bremsen - senkt sich zwar ab, aber eben nicht leicht und geschmeidig sondern mit Widerstand. Das mit der Membran versuche ich, bevor ich mich nach Feierabend auf zum Freundlichen mache.
    Werde berichten.
    Es grüßt: Janine
     
  4. #4 Manowar1, 22.02.2018
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    Hallo Janine,
    was für eine Motorisierung hat Euer M 6 GJ ?
    Sollte es ein Diesel sein wäre eventuell eine defekte Vakuumpumpe die Ursache für den erhöhten
    Kraftaufwand bei Betätigung der Bremse. Es gab mal Probleme mit der Vakuumpumpe darüber
    gab es eine Technische Information von MMD und einen Prüfplan zur Überprüfung, dass ganze erfolgt
    mit dem MMDS-Tester wurden die vorgegeben Werte nicht erreicht, musste die Vakuumpumpe ersetzt werden.
    Der defekt der Vakuumpumpe ging bis zu total Ausfall der Bremsunterstützung. Diese Infos kann der Monteur
    soweit er einen Zugang zum Mazda Portal hat abrufen, Ich habe selbst noch einige Vakuumpumpen ausgetauscht.

    Gruß Manny
     
  5. #5 Shannon, 23.02.2018
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    Ahoi zusammen,
    @ Manny: ja, es ist ein Diesel (2.2 mit 110kW).
    @ Wolfgang: Membrantest negativ (also positiv für mich und die Bremse).
    Herzlichen Dank für eure Antworten!

    Die Probefahrt mit dem Servicetechniker der Werkstatt hat ergeben:
    Die Bremse macht genau das, was sie soll und auch genau so wie sie es soll. Keine Anomalitäten feststellbar.
    Dass ich die Bremse als träger empfinde liege daran, dass ich einige Wochen ohne ABS durch die Gegend gefahren bin; fehlendes ABS führe zu einer direkteren Ansprache der Bremsen - ein modernes ABS "schläft und gähnt" nie, es sei immer mit dabei.
    So wie ich mich in nullkommanix an die direkten Bremsen gewöhnt habe, müsse ich mich jetzt an das neue Verhalten gewöhnen.

    Es grüßt: Janine

    PS: Dass keine Probefahrt vor Übergabe durchgeführt wurde, liegt daran, dass der Wagen über den Bremsenprüfstand gelaufen ist - Probefahrten auf der Straße werden nur noch in seltenen Fällen gemacht.
     
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